Donnerstag, 24. August 2017

[Rezension] Jennifer Wellen - Lost in Pain, Zurück zu dir

Verlag: digital publisher
Reihe: /
Seiten: 336
Kauf Verlag: Kindle 
Kauf Amazon: Kindle - Taschenbuch

Inhalt 

Als Catlin O'Donnely Post mit einem Hinweis auf den Verbleib ihrer leiblichen Mutter erhält, will sie sofort dorthin. Die Frage ist nur wie? Weder hat sie ein Auto noch einen Führerschein und leidet zudem an Klaustrophobie. Somit bleibt ihr nur eines übrig - ihren einzigen Freund aus ihrer Vergangenheit im Waisenhaus um Hilfe zu fragen.
Doch der Trip quer durch die USA wird für sie und Nick zu einer Flucht ins Ungewisse. Nick drangt auf Antworten, warum Catlin damals aus dem Waisenhaus geflohen ist. Zudem werden sie von einem alten Bekannten von Catlin verfolgt, der etwas Wertvolles wiederhaben möchte, was Catlin ihm gestohlen hat. Denn sie ist nicht umsonst was sie heute ist - eine einsame, unstete Beischlafdiebin. Meile für Meile nähern die beiden sich somit der Wahrheit. Der Wahrheit, die ihr beider Leben verändern wird ...

Meine Meinung

Geschichte

Am Anfang war ich begeistert. Der Einstieg viel leicht, war vielversprechend. Das ganze Buch über begleiten einen die Ängste, Phobien und das Trauma der Protagonistin. Es fing an, als eine Geschichte, die so anders sein sollte, als alle bisherigen die ich kenne.
Doch dann entpuppte sich der Roman doch noch als altbekannt. Die Geschichte des Waisenkindes geht aus, wie in den meisten Fällen und die Protagonistin turtelt um ihren Schwarm herum, so wie er um sie, beide wissen was sie wollen, aber beide blocken ab. Sowas empfinde ich oft einfach nur als anstrengend.
Zudem wurden die Kapitel oft abgeschnitten, wenn es gerade interessant wurde. Ich hätte gerne mehr über einige Situationen erfahren, durfte aber nicht.
Dennoch war das Buch gespickt mit viel Spannung. Durch die Verfolgung nimmt es ein ganz neues Level an. Man bang um die Protagonistin, die nichts weiß, aber man als Leser schon. Das macht es immer wieder spannend.
Dazu kommt die süße, liebevolle Tiergeschichte, die mit eingebunden wurde und perfekt in die Geschehnisse gepasst hat.

Charaktere

Die Protagonistin Catlin wirkt am Anfang eher etwas distanziert, reserviert. Mit der Zeit lernt man ihr wahres Ich kennen. Zu jeder Person ist sie anders und mir gefiel, wie ihre Fassaden deutlich wurden.
Schön fand ich vor allem ihre Beziehung zu ihrem alten Freund Nick. Durch verschiedene Perspektiven erlebt man, wie er sie wahrnimmt und das hebt sich nochmal von meiner Meinung als Leser ab.
Insgesamt gefielen mir die Charaktere sehr gut. Sie waren bunt gemischt, brachten Humor, Spannung und schöne Momente. Zudem waren die Entwicklungen alles gut erkennbar.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil verändert sich je nach Perspektive, Situation und Zeit. So wird aus der Sicht des "alten Bekannten" ein etwas rauerer Schreibstil benutzt, der sehr gut gepasst hat, mir aber ab der Mitte des Buches etwas zu viel wurde.
Nick ist der liebe, kleine Junge mit einem großen Herz, das erkennt man, wenn man aus seiner Sicht liest und vor allem Catlins Ängste sind sehr mitfühlend beschrieben.
Geschrieben ist das Buch in der dritten Person aus den Sichten von Catlin, Nick und dem "Unbekannten".

Cover & Titel

Das Cover gefällt mir sehr. Mein Fokus liegt sofort auf der Straße mit der schönen Sonne. Die Straße steht für einen langen Weg, den jeder gehen muss und natürlich auch für inhaltliche Geschehnisse. Oben sieht man Nick und Catlin. Catlin wird immer als pure Schönheit im Buch beschrieben und mich freut es, dass sie so natürlich auf dem Cover wirkt. Sie wirkt friedlich, in sich gekehrt und strahlt eine persönliche Schönheit aus. Und Nick ist sowieso ein Schnuckel.

Zitat

"Catlin wurde schlecht. Sie hatte das Gefühl, das Dach des Busses würde immer näher kommen und sie erdrücken. Abrupt stand sie auf und griff japsend zu ihrer Tasche. Keine Sekunde länger hielt sie es hier drin mehr aus." 

Fazit

Ein Buch, welches die erste Hälfte sehr vielversprechend war. Tiefgründige Gefühle, interessante Geschichte. Doch gegen Ende wurde alles ein wenig zu klischeehaft. Der Ausging ihrer Identitätssuche, die Liebesgeschichte. Das nahm mir zu sehr die Fahrt.


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