Montag, 20. Februar 2017

[Rezension] Rebecca Wild - 1001 Kuss, Djinnrache

Verlag: Carlsen Impress
Reihe: 1001 Kuss, Band 2
Seiten: 252
Kauf: Kindle

Inhalt

Seitdem die Piratentochter Rani Jaal aus seinem magischen Gefängnis befreit hat, weicht der Djinn mit den goldenen Augen nicht mehr von ihrer Seite. Gemeinsam durchstreifen sie die Meere und Rani genießt die besondere Nähe und Vertrautheit zwischen ihnen. Gefühle, die ihr vor einigen Monaten noch undenkbar schienen, schließlich hat sie schon früh gelernt, dass die Djinn ein gefährliches Volk sind – und ein grausames! Während Rani sich in Sicherheit wiegt, fürchtet Jaal insgeheim die Rache seiner Brüder und Schwestern, denn nie könnten die Djinn eine Liebe zwischen einem der ihren und einem einfachen Menschenmädchen dulden...


Meine Meinung

Geschichte

Die Autorin hat sich mal wieder selbst übertroffen. Da ihre Bücher oft in sich abgeschlossen sind, hatte ich keine minimale Idee, was in einer Fortsetzung passieren könnte. Ich habe mich einfach gefreut, dass die Geschichte mit Rani und Jaal weitergeht, wo sie doch gerade erst begonnen hat. Doch was ich dann lesen durfte, hat mich von Anfang bis Ende fasziniert.
Die Geschichte lebt von ihrer Spannung. Gefühlt gab es keine Seite, au der nicht etwas geschehen ist. Natürlich liegt das auch an der Länge des Buches, doch hatte ich nie das Gefühl, durch das Buch zu hetzen. Gerade am Ende hatte ich Angst, dass das Finale gehetzt wirken würde. Trotz der Kürze wurden jedoch Hindernisse und Komplikationen geschickt eingebaut.
Auch die Liebesgeschichten in dem Buch haben mich fasziniert. Zum einen sind da natürlich Rani und Jaal, die hart um ihre Liebe kämpfen. Diese wirkt nicht schnulzig und wird geschickt in die Geschichte eingewebt. Seicht plätschert sie durch das Buch und zieht einen unmerkbar mit, ohne das ganze Buch einzunehmen.
Auch eine zweite Liebesgeschichte wird uns geboten und zwar ganz nach meinem Geschmack: Sie entwickelt sich langsam und ist keine überstürzte "Erster-Blick"-Liebe.

Charaktere

Rani, die Piratenbraut. Dickköpfig und doch überlegt, wird sie von den Männern auf dem Schiff mehr als nur akzeptiert. Sie gehört vollends zum Team - zu dem Säbelschwingenden. Ich liebe ihre überdachte Art. Einerseits hegt sie männliche Leidenschaften und hat männliche Charakterzüge, die sie nach außen ausstrahlt. Andererseits sind da ihre Gefühle zu dem Djinn und ihr Helfersyndrom, welche trotz allem ihre weibliche Seite zur Schau stellen.
Besonders Jaal fand ich diesmal gelungen. Man merkt sein mächtiges Djinnwesen in seinen beiden Formen, die er während des Buches erhält. Die Denkweise, die seiner Natur gerecht wird und sich trotzdem zwangsläufig ändert... Der Unterschied ist deutlich. Sehr gelungen!
Dann möchte ich noch Devra hervorheben. Ich habe sie geliebt. Ihr sturrsinniger Charakter und die Art, wie sie andren einfach auf der Nase herumtanzt, herrlich!
Hier wurden definitiv einzigartige Charaktere ganz nach meinem Geschmack erschaffen!

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist locker, leicht und abwechslungsreich. Man kann sich die Szenerie gut vorstellen. Fokussiert ist der Schreibstil wohl an den Gedanken und Gefühlen der Protagonisten, da diese am intensivsten erscheinen und direkt ins Herz gehen.
Geschrieben wurde das Buch in erster Linie aus Ranis, Kazims und Devras Sicht in der dritten Person. Jedoch wird zwischendurch auch mal kurz aus anderen Sichten berichtet (zB.: Jaal).

Cover & Titel

Ich liebe das Cover in blau noch viel mehr, als das vorige. Erneut ist Rani zu sehen mit ihrem Piratenblick und dem Nasenpiercing, was definitiv zu ihr passt. Am Meisten ziehen mich die Verschnörkelungen an der Spitze des Covers in den Bann. Ich liebe sie. Das Cover beinhaltet jetzt keine speziellen Geheimnisse aus dem Buch, doch ist es wunderschön.
Auch der Titel "Djinnrache" passt perfekt, doch möchte ich hier nicht spoilern. Lasst euch überraschen!

Zitat

" >Du bist verzweifelt. Das ist noch viel schlimmer als Einfalt< "

- Position 2375

Fazit

Das Buch punktet durch eine Spannung, die einen von Seite 1 an nicht mehr loslässt. Die Charaktere wachsen einen ans Herz und die neuen Sichtweisen machen neugierig auf mehr. Eine Djinngeschichte verbunden mit Piraten hört man nicht alle Tage: Empfehlenswert!


Rezension, Band 1: Djinnfeuer
Andere Rezensionen zu der Autorin: Winteraugen, Sommerkälte

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