Dienstag, 25. April 2017

[Rezension] Alexandra Fischer - Rockherz

Verlag: Drachenmond
Reihe: Rock 'n' roll, Band 1
Seiten: 256
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt

Miami, London, München: Das ist die Welt von Almond. Die Siebzehnjährige ist ein Scheidungskind und lebt für die Momente, die sie bei ihrem Vater verbringen darf. Als Manager von Rockbands hat er Almonds Musikstil geprägt und sie träumt heimlich davon, einmal in seine Fußstapfen zu treten. Bei einem ihrer Besuche lernt sie Burnside Close, die neue Band ihres Vaters, kennen und verliebt sich in deren Leadsänger Morris. Mehr denn je ist Almond daraufhin überzeugt, dass Rockmusik ihr Leben ist. Doch ihre Mutter ist davon so gar nicht begeistert. Als dann auch noch ein schwerer Schicksalsschlag Almonds Leben völlig auf den Kopf stellt, weiß sie bald selbst nicht mehr, was sie eigentlich will und begibt sich auf eine lange Reise, um herauszufinden, was ihr wirklich wichtig ist.


Meine Meinung

Geschichte

Lieben, zweifeln, entdecken, erleben, durchsetzen, stark sein. All das findet man in diesem außergewöhnlichen Roman, der äußerlich wie jeder andere Rock-Roman wirkt, doch inhaltlich durch die jugendliche Selbstfindungsphase leitet und dabei zum Denken anregt. Persönlich konnte ich mich gut in diesem Roman wiederfinden und ich denke, dass es vielen so gehen wird.
Alles fängt an mit Almond, kurz Al. Ihre Eltern leben getrennt: Ihre Mutter eher konservativ und möchte das altbekannte "Beste" für ihre Tochter. Ihr Vater: Managed seine eigene Band und wird von Außenstehenden oft mit Vorurteilen berieselt. Al's Herz schlägt für das Leben ihres Vaters, doch das ihrer Mutter bei weitem nicht. Ein Lernprozess für alle Charaktere beginnt. Die Vergangenheit holt ein, Erlebnisse müssen neu verarbeitet werden, wie immer im Leben findet eine Entwicklung statt.
Ein schwerer Schicksalsschlag, der meiner Meinung nach ein wenig zu viel des Guten war, stößt Al an und sie begibt sich auf eine lange Reise um sich selbst zu finden. Lange braucht sie, um heraus zu finden, was ihr wirklich wichtig ist und das sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen muss, um glücklich zu werden.
Die Liebesgeschichte ist in diesem Buch eigentlich eher Nebensache, doch drängt sich weit in den Vordergrund, dadurch, dass sie der fördernde Antrieb ist. Schon am Anfang funkt es gewaltig und am Ende des Buches möchte man einfach wissen, wie es weitergeht. Dadurch, dass man Al's Entwicklung nah miterlebt möchte man am liebsten den Rest ihres Lebens auch weiter verfolgen.

Charaktere

Die Protagonistin Al repräsentiert einen durchschnittlichen Teenager. Man weiß noch nicht, wohin der Weg einen führen wird, was man machen soll, die Entscheidung scheint endgültig und somit wichtig. Al ist sich absolut nicht sicher, was sie machen möchte, doch sie ist sicher: Ihr Herz schlägt für die Rockmusik. Doch sie hat noch nicht gelernt sich durchzusetzen und so wird sie geformt von Stereotypen und ihrer Mutter, die sie in diese drängt. Sie ist nicht glücklich, doch möchte die Menschen, die sie liebt nicht verletzten. Fast jedes Kapitel überkam mich die Schwere, denn jeder kann sich irgendwie in Al hineinversetzen. Sie hat es nicht einfach. Gegen Ende wurde es ein wenig nervig, wie oft Al sich hin und her entscheidet. Sie beendet die eine Sache, um in die andere hineinzuschlittern, die sie gar nicht möchte. Doch die Phase war nur kurzfristig.
Morris scheint ein typischer Rockstar zu sein. Er lebt für die Musik, zieht seine Lebensenergie aus dieser. Sie gibt ihm Kraft und als alles schwer wird rutscht er ab. Das war schon sehr klischeehaft, doch umso schöner war seine Entwicklung zu sehen. Das es Menschen und Dinge gibt, die ihm mehr Kraft geben, als die Hoffnungslosigkeit besiegen kann.
Al's Mutter war eine schwierige Angelegenheit. Man erahnt ihre Vergangenheit, man weiß, warum sie Entscheidungen trifft, die ihre Tochter nicht glücklich machen. Ich habe das Buch auf ihre nette Seite gewartet und verborgenen findet man sie immer. Doch ihre Entwicklung ist Stoff für eine neue Geschichte.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil lässt einen durch und durch mitfiebern. Man spürt alle Emotionen von Al und teilweise war ich kurz davor das Buch aus der Hand zu legen, weil es mich so mitgerissen hat, dass ich mit Al verzweifelt war, das ich bedrückt und Schwermütug wurde. Auf der anderen Seite konnte ich dieses wunderbare Buch einfach nicht zur Seite legen.
Über den Kapiteln sind Zitate aus dem Album von Burnside Down und deren Songnamen. Eine wunderschöne Idee und Kapitel für Kapitel passend.
Geschrieben ist das Buch aus der Ich-Perspektive von Al.

Cover & Titel 

Im Vordergrund sieht man eine Gitarre mit schmuckhaften Verzierungen. Im Hintergrund steht Al, die ihren Kopf zurück wirft. Sie wirkt frei und in ihrem Element. Sie scheint endlich durchatmen zu können.
Der Titel Rockherz gefällt mir sehr gut. Al's Herz schlägt für diese Musik, doch Al möchte auch ihr Leben rocken. Endlich frei sein, ausbrechen. Sie verändert sich wie die Musik, lässt all ihre Emotionen hineinfließen.

Zitat

"Manchmal kam ich mir wie ein Boot vor, dem der Kompass abhandengekommen war. Ich wurde von den Wellen in die Richtung gehoben, die ihnen gefiel. Was machte es für einen Sinn, wenn ich plötzlich das Ruder fand, obwohl ich gar nicht wusste, wo das rettende Ufer lag?"
 - Seite 43

Fazit

Ein tiefgründiger Roman, der einem durch schwere Zeiten helfen kann, um sich selbst zu finden. Man kann zurück blicken und erkennt sich wieder. Berührend, mitfühlend, liebenswert.




Montag, 17. April 2017

[Rezension] Ava Reed - Mondprinzessin

Verlag: Drachenmond
Reihe: Einzelroman mit Kurzgeschichte (noch nicht erschienen)
Seiten: 252
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt

Lynn bemerkt an ihrem Geburtstag, wie sich auf der Haut ihres Unterarms ein Sternenbild abzeichnet. Die einzelnen Punkte leuchten und Lynn versucht verzweifelt, sie zu verstecken. Als nicht nur die Sterne auf ihrem Arm, sondern auch sie selbst zu leuchten beginnt, ist nichts mehr, wie es war. Dunkle Schatten jagen sie die Wächter des Mondes. Und sie begegnet Juri, der ihr erzählt, sie sei eine Prinzessin kein Waisenkind. Trotz Lynns Unglauben folgt sie dem Mondkrieger und stellt sich ihren Verfolgern. Juri verliebt sich in Lynn, doch sie ist einem Prinzen bestimmt und nicht ihm...



Meine Meinung

Geschichte

Lange bin ich um diese Geschichte herumgeschlichen und eigentlich erschließt sich mir nicht so recht, warum. Es kann nur an der Zeit gelegen haben. Denn mittlerweile kann ich sagen, dass das Buch jede einzelne Seite wert war. Rasend schnell hat es sich zu meinen Buchlieblingen geschlichen und möchte nicht mehr aus meinem Herz weichen. Aber erst einmal von vorne ...
Geschichten über den Mond und andere Planeten findet man meistens im Sci-Fi-Bereich. Doch das Sternensystem wird hier ganz anders dargestellt. Bewohner auf jedem Planeten, mit besonderen Fähigkeiten, abgeschirmt von der Welt. Und über allem steht eine alte Legende. Allein diese Legende führte mich auf wunderschöne Reise. Sie war magisch.
Lynn ist die Protagonistin und lebt in einem Waisenheim. Entgegen der meisten Bücher weiß der Leser von Anfang an, wer ihre Eltern sind. Und das war eine erfreuliche Nachricht für mich. Mittlerweile kann man kaum noch ein Buch ohne gestorbene oder verschollene Eltern lesen, doch meistens kennt man diese nicht, da sie noch eine besondere Rolle einnehmen. Nicht so hier.
Die Geschichte geht in einem angenehmen Tempo voran. Wir erleben die Erde und wir erleben den Mond. Die Beschreibungen sind wundervoll, nahmen mich mit auf diesen bekannten und doch so fremden Planeten. Die Idee mit den Tiergefährten erwärmt das Herz eines jeden Tierliebhabers und selbst die Leute, die eine süß-Resistenz haben, werden dahin schmelzen.
Auch die Liebesgeschichte hatte einen nicht-klischeehaften und positiven Faktor: Er ist weder ein Badboy, noch wird er als unbeschreibbar attraktiv dargestellt.
Ava Reed schafft es viele bekannte Faktoren in Neuheiten umzuwandeln. Erst die Sache mit den Eltern, dann mit unserem jungen Mann und letzten Endes mit der Bräutigam-Wahl. Denn diese wirkt kaum noch wie eine Auswahl, als eher ein Einblick in die Welt, die Ava erschaffen hat.
Das große Finale war herzzereißend und dafür liebe ich die Autorin. Natürlich mag ich Happy Ends, doch bin ich eher ein Fan von realistischen Enden. Und dieses kann man hier erwarten. Ich hatte zwar recht zügig eine Vermutung, wer hier der Bösewicht ist, doch lenkte mich die Autorin gekonnt immer wieder auf falsche Wege. Letzten Endes war es meine erste Vermutung, brach der Sache aber keinen Ast.

Charaktere

Ich liebe Lynn. Sie ist so unglaublich normal. Sie hat mit ihren alltäglichen Problemen zu kämpfen und wirkt so lieb. Man möchte sie am liebsten sofort knuddeln.
Ähnlich ging es mir bei Juri. Es ist angenehm mal keinen Badboy zu erleben. Einfach eine Harmonie von Anfang an.
Allgemein wird bei den Charakteren gut portioniert. Ein Gleichgewicht aus Mögen und Misstrauen, aber eigentlich möchte man niemandem misstrauen.
Hinzu kamen die Sternentiere, alle unglaublich süß, zum dahinschmelzen.

Schreibstil & Sichtweise

Entspannt, alltäglich und doch einzigartig entführend. So ist der Schreibstil dieses Buches. Mir vermittelte er perfekt zwei verschiedene Welten. Die Normalität auf der Erde und die Normalität auf dem Mond. Alles war so traumhaft und doch realistisch. Am Boden geblieben und doch abgehoben. Ich habe mich in den Seiten verlieren können, habe mit den Protagonisten gefühlt und mit ihnen gelebt.
Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive von Lynn. Die Überschriften eines jeden Kapitels sind kleine Sprüche, die allesamt so war und so schön sind.

Cover & Titel

Das tolle an diesem Cover fand ich von Anfang an die schlichte Art, die es umgibt. Denn großteils ist man von der blau/schwarzen Atmospähre umgeben, doch in der Mitte, da schleich sich der fast schon verschwindende, helle Mond, auf dem Lynn mit ihrem Schutzgeist sitzt. Wie Sterne eines fremden Planeten.
Der Titel ist recht schlicht gehalten. Ausgesprochen klingt er magisch und inhaltlich drückt er Lynns Bestimmung aus.

Zitat

"Seine Zeit verrint schneller als wir dachte und die Trauer hat sich um ihn geschlungen wie eine Schlagen, sie greift seinen Körper an, verfitet seinen Geist und beißt ihre scharfen Zähne mitten in sein Herz. Seine Kräfte lassen nach. 
Bis heute versuche ich zu verstehen, wie sehr man jemanden lieben muss, damit man daran zerbrechen kann." 
- Seite 13

Fazit

Ein Buch, welches sich Seite für Seite in mein Herz geschlichen hat und nicht mehr aus meinem Regal wegzudenken ist. Ich würde es jedem Träumer sofort in die Hand drücken. Es ist magisch!


Freitag, 14. April 2017

[Rezension] Mirjam H. Hüberli - Rebell, Gläserner Zorn

Verlag: Drachenmond
Reihe: Rebell, Band 1 von 3
Seiten: 260
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt

Manche Träume entführen uns in eine Welt, die wir noch nie zuvor betreten haben.
Und obwohl sie uns fremd ist,kennt sie unsere Seele seit Hunderten von Jahren.
Mein Name ist Willow Parker. Eigentlich dachte ich immer, ich sei ein ganz normales Mädchen. Okay, nicht ganz normal, denn wer sieht schon in den Augen der andern deren eigenes Spiegelbild? Aber seit heute weiß ich nicht einmal mehr, was es bedeutet, normal zu sein...




Meine Meinung

Geschichte

Die Idee hatte definitiv etwas an sich, was mich faszinierte. Wir Menschen stellen uns oft Parallelwelten vor und in dieser Geschichte lernen wir eine kennen. Verborgen hinter Glas herrscht weit mehr, als wir zu träumen wagen.
Doch für die junge Willow wird dies Wirklichkeit. Sie gelangt in diese Welt und stellt sich Abenteuern. Dabei komme ich nicht von dem Gefühl los, dass mir alles zu schnell ging. Es ist  immer schwer ein Gleichgewicht zu schaffen, zwischen Ruhepausen, die einem Einblicke in die Welt gewähren und Spannung. Eben diese Ruhepausen haben mir allerdings gefehlt. Schon am Anfang gefiel es mir recht gut, dass Willow nicht sofort in die Spiegelwelt gelangt, doch andererseits war schon viel zu viel von dem kurzweiligen Buch vergangen. Der wortkarge Bo war dabei keine Hilfe. Somit kam es, dass ich am Ende das Gefühl hatte durch die Geschichte gehetzt zu sein, ohne das ich etwas von der Welt, der Mission oder sonstigem wusste, ebenso Willow. Denn man erfährt relativ wenig. Dafür klang das Ende für mich vielversprechend, eben diese Lücke in Band 2 aufholen zu können.
An dem Punkt Spannung hingegen kann und möchte ich nichts kritisieren. Permanent gelangen die Protagonisten von einem Abenteuer ins nächste und man wird durch das Buch gezogen. Das gibt diesem eine tolle Note.

Charaktere

Willow hat eine kesse Art, die mir sehr gefällt. Ein wenig Vorlaut und immer am Nachfragen nach Informationen... was leider dem Leser immer wieder deutlich macht, kaum welche zu bekommen. Dennoch ist Willow anders als so viele Buchcharaktere und sehr erfrischend.
Mit Bo kann ich noch nicht so viel anfangen. Er ist wortkarg und zeigt nur sehr wenig seiner offenen Seite in diesem Band. Das macht es natürlich schwer eine Bindung zu ihm aufzubauen, reizt mich als Leser aber schon ein wenig. Denn meistens liebt man die wichtigsten Charaktere sofort und bei Bo ist alles noch ein wenig verschwommen.

Schreibstil & Sichtweise

Das Buch ist in einem sehr angenehmen Schreibstil verfasst. Durch die kesse Art der Protagonistin hat man immer was zu schmunzeln. Am Anfang pendelt sich alles angenehm ein, doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Es wird spannend, es wird abenteuerlich und es wird packend.
Geschrieben ist das Buch in der Ich-Perspektive aus Willows Sicht.

Cover & Titel

In den eigenen Händen gehalten wirken die Farben noch viel intensiver, als hier auf dem Bild. Ich liebe es, wie der Spiegel zentral steht und die Umrandung aussieht, als würde sie einen in diesen hineinziehen. Der Spiegel ist nicht irgendeiner. Genau so wie er aussieht, erscheint er auch im Buch.
Nebst dem Cover kann ich nur immer wieder auf die schönen Illustrationen der Drachenmond-Bücher hinweisen. Das Buch zu kaufen lohnt sich!
Durch einen Spiegel in die Welt der Rebellen? Na, da kann man mit dem Titel nicht viel falsch machen. Er ist recht simpel und umfasst das Buch ganz gut.

Zitat

"Es ist merkwürdig, wenn Namen plötzlich ein Gesicht bekommen, weil man erst dann realisiert, dass man sich die betreffende Person - in diesem Fall den Regenten - ganz anders vorgestellt hat. Sie verlieren ihre fantastische Erhabenheit und werden zu normalen Sterblichen." 
- Seite 201

Fazit 

Ein Buch, was mir definitiv schöne Lesestunden schenkte. Dennoch fehlten mir einige Informationen und ab der Hälfte ging es schlag auf schlag. Die Kombination nahm dann ein wenig das mitreißende Lesegefühl. Dennoch klingt es vielversprechend in Hinsicht auf Band 2.



Dienstag, 4. April 2017

[Neuerscheinungen] Carlsen Impress im Mai



Huhu ihr Lieben!


Endlich ist das neue Impress-Programm draußen für die kommenden vier Monate und aaaaarw! :D
Vor allem im Mai erscheint ein heißersehntes Buch: Das Finale der "Heart against Soul"-Reihe, die mich am Anfang noch skeptisch zurück lies und mich mittlerweile komplett fesseln kann!
Auch neugierig bin ich auf die "Dicionum"-Reihe. ♥
Über die Meeres-Welten-Saga habe ich bislang nicht so gutes gehört. Trotzdem möchte ich die Reihe noch lesen und selbst schauen, ob ich über die Kritikpunkte hinwegsehen kann.

Samstag, 1. April 2017

[Rezension] Johanna Danninger - Secret Elements, Im Auge des Orkans

Verlag: Carlsen Impress
Reihe: Secret Elements, Band 3 von 4
Seiten: 269
Kauf: Kindle

Inhalt

Endlich beginnt Jay ihre Ausbildung zur Agentin der Anderswelt. Noch nie hat sie etwas so sehr gewollt, geschweige denn sich derart für etwas ins Zeug gelegt. Doch die Zeit drängt und sie muss noch so viel lernen, bevor sie den Kampf gegen die Dunkelheit antritt. Dass ausgerechnet Lee einer ihrer Ausbilder ist, begeistert Jay aber wenig, denn der scheint sie trotz allem, was sie gemeinsam erlebt haben, nicht einmal wahrzunehmen. Das verletzt sie mehr, als sie zugeben würde – und es macht sie so wütend! Eine Wut, die Gefahr bedeuten kann, schließlich ist es ihr Herz, das die Magie der Elemente leitet…



Meine Meinung

Geschichte

Das Leben in der Agency hat Jay eingeholt und sie steckt mitten in ihrer Ausbildung. Das bringt Abwechslung in die Geschichte und ich finde es schön, wie die Autorin dieser Reihe Vielfalt gibt. Im ersten Band muss sich Jay an die Situation gewöhnen, der Zweite fokussiert sich auf die Elementsuche und dieser nun auf ihre Ausbildung. Ein kleiner Blick in die Welt, in der man viele tolle Informationen erhält. So ändert die Autorin einfach mal die Physik unserer "Dieswelt" und erklärt alles logisch und interessant.
Zwischendurch dürfen wir Jay auch auf Außeneinsätze begleiten und so einen Einblick in die "alltägliche" Welt des achten Teams erhaschen.
In diesem Buch dreht sich auch viel um die Liebe, was mich oft zum schmunzeln brachte. Dabei fallen definitiv keine sülzigen Sprüche, sondern scharwenzeln die beiden um sich rum und als Leser hoffte ich permanent auf "Erlösung". Ich liebe es einfach, wenn sich etwas langsam anbahnt und nicht alá Liebe auf den ersten Blick geschieht.
Die Elementarsuche war auf jeden Fall etwas besonderes. Es ist unfassbar, wie sehr ich mittlerweile Kaleidos, das geflügelte Pferd, liebe, obwohl es nicht einmal reden kann. Einfach durch seine liebe Art und Weise und der Umgang mit Jay, der mir ein Lächeln entlockte.
Das Finale war zugegebenermaßen nicht umhauend. Einerseits erahnte ich die Neuigkeit, die auf den Leser wartete, erst relativ spät, doch trotzdem kam sich nicht überraschend und konnte mich nicht umhauen. Es war eher ein Klischee. Trotzdem deutet alles auf ein spannendes Finale hin.

Charaktere

Alle Charaktere sind herzallerliebst. Durch die Vielfalt an Geschöpfen ist ständig ein bunter Mix vorhanden. Von griesgrämig bis übermotiviert ist alles dabei. Jeder hat seine spezielle Art, die einem einfach ans Herz wächst. Ich konnte mich in alle hineinversetzen und begleitete sie durch ein turbulentes Abenteuer.
Meine Nummer eins ist definitiv Kaleidos. Er wird mich mit seiner liebevollen und pferdigen Art bestimmt noch eine Weile in Gedanken begleiten.

Schreibstil & Sichtweise

Mir gefiel sehr gut, wie die Autorin immer versucht etwas neues und spannendes in die Geschichte zu bringen, ohne das es zu viel wirkt. An vielen Stellen fühlte ich mich Jay so verbunden im Denken, dass ich über ihre Kommentare einfach schmunzeln und lachen musste. Ich liebe die ganze Welt, da sie mit so viel Liebe zum Detail geschildert wurde, dass ich mittendrin war.
Geschrieben wurde aus der Ich-Perspektive von Jay.

Cover & Titel 

Die Cover sind alle geschmückt mit dem Amulett "Orion", auf dem man detailreich die vier Elemente erkennen kann. Ich liebe dieses Amulett. Je nach Element ist dann auch das Cover gestaltet. In Titel wie in Optik. Das führt zwar dazu, dass man schon vorweg weiß, wenn Jay diesmal finden wird. Doch die Spannung, wie sie es anstellt, bleibt. Ich liebe das Zusammenspiel der Farben und die klaffende Öffnung der Wolken. Wenn man es einige Zeit betrachtet fühlt man sich wirklich wie "Im Auge des Orkans".

Zitat


"Aber was machte das schon? Wer brauchte Wolken, wenn er über ein glitzerndes Meer dahingaloppieren konnte?"
- Position 1309

Fazit

Definitiv steigt die Spannung zum finale. Dieses Buch wirkte wie ein kleiner Filler mit interessanten Informationen über die Anderswelt, die Ausbildung, Einsetze und weiteres aus dem Alltag, die mich sehr interessierten. Tolle Charaktere und ein fesselnder Schreibstil.


Donnerstag, 30. März 2017

[Rezension] Jasmin Whiscy - Warum Amor daneben schießt

Verlag: Books on demand
Reihe: Schutzengel, Band 2 von 3
Seiten: 304
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt.

Manu ist 15, als sie erfährt, dass sie ein Nephilim ist - ein halber Engel. Sie muss sich nun für ein Leben auf Erden oder im Himmel entscheiden. Das heißt: Entweder Tobi oder Janiel. Blöd nur, dass die Amor-Abteilung Personalmangel hat ...









Meine Meinung

Geschichte

Wer schweift nicht manchmal ab zu Gedanken über ein Leben nach dem Tod? Was passiert dort? Wo werde ich landen? Gibt es sowas wie Himmel und Hölle ? Und wenn ja: Wo wird mein Leben mich hingeleiten?
Die Autorin Jasmin Whiscy schafft eine Welt und verbildlicht sie. Und das gelingt ihr durchaus. Der Pechvogel Manu ist eigentlich gar kein Pechvogel mehr und trotzdem ereilt sie eine Dummheit nach der anderen. Denn sie muss sich in ihrem neuen Job zurechtfinden: Als Engel. Dabei ist sie überhaupt nicht engelsgleich und stellt somit alles auf den Kopf.
Der zweite Band konnte mich durchaus mehr fesseln, als sein Vorgänger. Durch Manus Schusseligkeiten, weiß man nicht mehr aus und ein. Das ganze Schlamassel muss beseitigt werden, doch wie? Ständig ertappte ich mich in der Hoffnung, dass sie mal endlich was gebacken bekommt, doch es kam immer schlimmer und so befindet man sich in einer Spirale, aus der man einfach nicht mehr auftauchen kann.
Viel zu selten gibt es jugendliche Bücher über Engel, den Himmel oder sonstige Wesen, die man damit in Einklang bringt. In diesem Buch lernt man ein wenig darüber, wie es im Himmel so abläuft. Wer weiß: Vielleicht hat die liebe Jasmin ja selbst einen netten Schutzengel, der den Kodex gebrochen und ihr diese Geheimnisse verraten hat.

Charaktere

In erster Linie geht es natürlich um Manu. Wie man im ersten Band schon erfährt, ist sie ein Nephilim und nun muss sie ihre Rolle als Engel einnehmen. Manu ist ziemlich schusselig und ein wenig egoistisch. Auf jeden Fall möchte sie immer alles drehen und wenden, wie es ihr passt. Außerdem würde ich sie als ein wenig naiv bezeichnen. Aber wer ist das nicht in der Phase der Entwicklung? Auf jeden Fall bringt ihre Art viel Leben in das Buch. Packende Stellen mit würziger Ironie.
Und dann natürlich Johann, Janiel, Jan, wie auch immer man ihn nennen möchte. Er ist einfach in jeder Gestalt zum knuddeln. Definitiv Team Janiel! Er ist einfach liebevoll und trotzdem nicht um ironische Kommentare verlegen, die eigentlich ernst waren. Engel eben!
Einen einziger Faktor gab es, den ich für unwahrscheinlich hielt. Im realen Leben sagt man zwar auch oft, dass man für eine andere Person sterben würde, aber würde man es tatsächlich tun? Für mich war es weniger glaubwürdig, dass jeder sein Leben geben wollte, nur für Manu.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist in einem sehr leichten Deutsch verfasst. Man kommt dadurch zügig durch die Geschichte. Oft verwendet die Autorin jugendliche Wörter wie "Bitch", "scheiße" oder ähnliche Wörter, die mich diesmal erstaunlicherweise nicht gestört haben. Normalerweise mag ich so eine Sprache gar nicht in Büchern.
Die Sichtweise springt nach oft nur wenigen Seiten. Mal befindet man sich bei Manu im Himmel, dann wieder bei einem ihrer Freunde auf der Erde. Stellenweise wurden dadurch Szenen zu kurz, doch im großen, ganzen stört es den Verlauf nicht.

Cover & Titel

Das Cover ist relativ schlicht gehalten und dennoch schön. Die Grundfarbe ziert ein Gold, so wie man es den Engeln im Himmel oft zuordnet. Zudem sieht man eine Geige, die noch eine große Rolle im Buch einnimmt und Janiels musikalische Ader symbolisiert.  Der Dartpfeil symbolisiert Manus Job. Zudem ein kleiner Flügel eines Engels.
Auch der Titel passt, denn manchmal hat Amor Gründe um daneben zu schießen.... manchmal ist Amor aber auch einfach nur zu tollpatschig.

Zitat

"Das Gefühl, nichts ausrichten zu können - ist schlimmer, als jegliches Schuldeingeständnis."
- Position 772

Fazit

Ein gelungener Folgeband, bei dem ich des öfteren Schmunzeln musste. Die kurzweilige Erzählsprache und die Tollpatschigkeit unserer Protagonistin lässt einen durch das Buch fliegen. Simpel, aber dennoch ein tolles Erlebnis!


Mittwoch, 29. März 2017

[Rezension] Matthias Teut - Erellgorh, Geheime Wege

Verlag: Selfpublish über DichtFest
Reihe: Erellgorh, Band 2 von 3
Seiten: 410
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt 

Dunkle Zeiten für die Völker Jukahbajahns: Grausame Schatten jagen nach den magischen Bruchstücken und Gellwicks ziehen mordend und plündernd durch die Länder.

Als Atharu, Selana und Pitu sich begegnen, überschlagen sich die Ereignisse. In der Elbenstadt Erellgorh glauben sie endlich, das Ausmaß der Bedrohung zu verstehen. Doch sie ahnen nicht, wie hoch der Preis wirklich ist, den sie zahlen müssen. Und nicht nur die Elben sind für eine Überraschung gut.



Meine Meinung

Geschichte

Wo ist dieser Autor nur all die Jahre gewesen? Ich bin glücklich und begeistert seinen Büchern über den Weg gelaufen zu sein, denn ich bin von Anfang bis Ende begeistert.
Die Geschichte ist in jedem Punkt durchdacht. Man hat eine Karte, an der man sich orientieren kann und sogar eine eigene Sprache entwarf der Autor eigens für seine Trilogie.
Auf der Suche nach schlummernden Kräften, dem wahren Guten und einem Amulett müssen die drei Hauptcharaktere etlichen Abenteuern entgegen sehen. Das schöne daran: Alle sind miteinander verstrickt. Als Leser kennt man alle Erzählstränge, doch die Charaktere sind im Buch oft getrennt und sind nicht auf dem neusten Stand. Man fiebert mit ihnen mit, möchte ihnen aus ihrer Unwissenheit heraus helfen. Denn er Autor lässt geschickt immer wieder einfließen, dass sie nicht alles wissen.
Das schöne ist, dass selbst aus Nebencharakteren bedeutsame Helden werden. Und noch schöner... grausamer ist, dass Teut zu den Autoren gehört, bei denen man nicht von vorne rein davon ausgehen kann, dass es ein Happy End geben wird. Man rechnet einfach mit allem und somit vergeht die Spannung nie.
Durch das Chaos, dass in der Buchwelt herrscht, gerät alles durcheinander. Völker reagieren und betreten Gebiete, in denen sie nie vorher waren. Glück für den Leser, denn somit lernt man viel mehr Wesen und Völker kennen, die Teut mit seinen Charakteren gar nicht alle hätte besuchen kommen können.
Verschiedene Wesen gibt es viele in diesem Buch. Einige kennt man schon, doch lässt der Autor seine eigene Vorstellung der Wesen einfließen und so werden sie zu etwas Einzigartigem. Doch auch unbekannte Wesen und Pflanzen finden ihren Platz. Tolle und mystische Neuschöpfungen, die neugierig machen.

Charaktere
Das schöne an dem Buch finde ich, dass die Charaktere noch so unterschiedlich sein können und eigentlich überhaupt nicht dem Charakter nah, den man ihm richtigen Leben mögen würde, man liebt sie einfach. Jedenfalls, wenn man den Charakter mögen soll. Die richtige Mischung fließt und der Autor hat einen fest in der Hand. Wen man mögen und vertrauen soll, den mag man und andersrum. Geschickt lässt er Zweifel an den vermeintlich Guten aufkommen und macht somit neugierig auf die Abenteuer des finalen Bandes.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist sehr ausgereift. Wie in guten High-Fantasy-Büchern erlebt man einen Genuss der Wörter. Zum einen ist dort die alte Sprache Illjait, die der Autor eigens für sein Buch erfunden hat, zum anderen detaillierter Beschreibungen neu erfundener Pflanzen und Wesen. Seine Sprache wechselt von Charakter zu Charakter. Je nachdem, welche perfekt zugeschnitten für den jeweils Sprechenden ist. Sie nimmt einen mit in eine andere Welt, fesselt einen an die Seiten.
Schon im ersten Band gab es einen Fakt, der mich in jedem Kapitel neu begeistert hat: Der Abschlussatz eines jeden Kapitel beinhaltet etwas geheimnisvolles, welches einen sofort zum weiterlesen verleitet. Das Kapitel scheint noch so ruhig zu verlaufen, der letzte Satz schlägt immer aufs Lesergemüt.
Geschrieben wurde das Buch aus den Sichtweisen von Selana, Atharu und Pitu. Prolog sowie Epilog aus Semjes (Zwerg) Sicht. Schon im ersten Band fand ich es schön, dass der Autor eine Reihenfolge in den Perspektivwechseln hat und nicht wahllos von einem zum anderen wechselt, wie es gerade von der Spannung her passt.

Cover & Titel 

Auch das Cover ist ein Augenschmaus für jeden Fantasy-Liebhaber. Kein Mensch, kein Gesicht. Einfach die schwarze Festung, wie sie empor ragt, verdichtet von unheilvoller Düsternis. Und davor der gute alte Semje mit seinem Dokabullen, wie er unwissend und abenteuerlich in die Gefahr zieht. Geheim und düster wirkt es, wie auch der Titel es sagt.
"Geheime Wege". So lautet der Untertitel des zweiten Bandes. Jeder Charakter muss diese gehen, um unentdeckt zu bleiben. Es öffnen sich neue Möglichkeiten und bis zuletzt bleibt einem der wirklich Grund des Namen verborgen. Über das Buch hinweg eröffnen sich bereits geheime Wege, doch einer der bedeutensten wird uns erst gen Ende offenbart.

Zitat


"Wenn der Widerwille nur groß genug war, war es egal, wie viel oder wenig Grund zur Hoffnung blieb."

Seite 253


Fazit

Ein Muss für alle Fantasy-Liebhaber! Bereits beim ersten Band der Reihe wagte ich es, mich soweit aus dem Fenster zu lehnen, um ihn mit Fantasy-Legenden zu vergleichen und diese Meinung möchte ich nicht zurücknehmen. Meiner Meinung nach, muss man dieses Buch gelesen haben. Toll recherchiert, durchdacht, entwickelt, geschrieben!


Dienstag, 21. März 2017

[Rezension] Olivia Mikula - Snowheart, Das Flüstern der Kälte

Verlag: Drachenmond
Reihe: /
Seiten: 288
Kauf: Kindle - Taschenbuch 

Inhalt 

Zwei wie Schnee und Feuer!
Caspara steht kurz vor ihrem Studienabschluss und bestreitet ihr Leben wie jede andere junge Frau bis auf einen Unterschied: Sie ist die Wiedergeburt einer Schneefrau. Jedoch führen die Eiskräfte auch unweigerlich zu ihrem Tod. Aus diesem Grund setzt sie ihre Fähigkeiten nur selten ein. Das ändert sich, als sie Wyatt kennenlernt. Mit ihm tauchen Wesen auf, die Casparas Macht erlangen wollen. Dringend braucht sie einen Plan, um ihre Feinde zu vernichten, ohne ihr Leben dabei zu verlieren.
Doch lohnt es sich tatsächlich, für Wyatt zu sterben?


Meine Meinung

Geschichte

Die Idee hinter diesem Buch ist ohne Frage etwas besonderes. Wie oft liest man schon ein Buch über Schneefrauen? Die Umsetzung jedoch fragwürdig.
Bereits bei "BeautyHawk" vom selben Autor hatte ich Schwierigkeiten in den rasanten und eigenwilligen Schreibstil hinein zu finden. Für die geringe Anzahl an Seiten packt der Autor zu viele Situationen rein, die eigentlich gar nicht zwangsläufig von Bedeutung sind. Somit rast das Buch natürlich von einer Situation zur anderen, da keine Zeit bleibt, um ausführliche Beschreibungen zu Papier zu bringen. Zumal die ganzen Referenzen zu anderen Büchern, Filmen und Serien unglaublich anstrengend sind und die Szenen ins lächerliche ziehen. Augenroll-Moment!
Das ganze Buch über ist es so, dass der Autor Spannung aufbaut und wachsen lässt, doch an einem Punkt etwas einfließen lässt, was die gewisse Stimmung tötet. Etwas geht zu schnell, etwas wirkt zu unglaubwürdig, die Sprache, die Situation wird überzogen, ...
Die Lösungen und Wege, die eingeschlagen wurden sind okay. Durch die Sprache war es oft schwierig die Spannung zu halten, die Lösungswege zu verfolgen und bei manchen Situationen machte sich der Autor es zu einfach oder ich habe die Logik einfach nicht verstanden. Im Allgemeinen bestand der Roman mehr aus Reden und große Töne spucken, als wirklich aus Handlung. Sehr schade. Viel über Schneefrauen lernt man letzten Endes dann auch nicht. Die Möglichkeiten wurden verspielt.

Charaktere

Tja, was soll ich sagen. Aufmüpfig, unlehrbar und bockig ? Oder lieber: Starker Wille und verschlossen? Auf unsere Protagonistin trifft wohl alles zu. Was mich an ihr störte, war der Fakt, dass selbst zu ihrer Großmutter, zu der sie die stärkste Verbindung hat, bockig ist und ab und zu unschöne Wortlaute von sich gibt. Sie ist nicht gerade die liebste Person, was sie einerseits einzigartig, andererseits nervig erscheinen lässt.
Die Oma hingegen ist super cool. Sie macht alles mit, was ein Jugendlicher so machen möchte und bleibt trotzdem eine Oma, wie sie leiben und leben.
Wyatt ist derjenige, der die ganzen Anspielungen in die Geschichte bringt. Er ist ein lieber Junge, dem ich sein Verhalten abnehme, doch wie ihr bereits wisst - die Sprache ist definitiv nicht meins ...

Schreibstil & Sichtweise

Der Stil des Autors ist perfekt für einen Journalisten oder eben Blogger. Er wirkte etwas provokant auf mich, birgt eine Menge Referenzen zu anderen Büchern, Filmen und Serien. Doch für ein Buch war es einfach viel zu viel. Persönlich frage ich mich immer: Würde ich das im realen Leben so tun?
Und nein! Ganz schlimm finde ich es, wenn man einen Witz macht, in einem Nebensatz aber nochmal erklärt, woher dieser stammt. Entweder versteht man den Witz und lacht oder eben nicht. Eine Erklärung macht selbst den lustigsten Witz öde. Zumal diese Wortwitze die fantastische Welt manchmal ins lächerliche gezogen haben (zB.: "Müssen sie immer aus ihren Löchern gekrochen kommen, wie Take That?").
Außerdem kam in mir das Gefühl auf, dass der Autor manchmal nach Wörtern suchte, die anders sind. Nicht die 08/15-Beschreibungen. Einerseits ist das super, denn es peppt die Geschichte auf. Andererseits ist es nicht mehr genießbar, wenn der Protagonist dadurch "brutal" auf einen Link klickt oder sein Mausrädchen zur Überhitzung bringt. Seien wir ehrlich: Niemand kann so schnell lesen und scrollen.
Es wird einfach zuviel moderne Sprache verwendet. Zu viel aus der Social-Media-Welt. Und ab und zu auch Fäkalsprache. Ich bin gar nicht der Typ, der mit Wörtern wie "kotzen" und "Bitch" etwas anfangen kann. Vulgäre Sprache stößt mich ab.
Geschrieben ist das Buch aus Casparas Sicht in der Ich-Perspektive und Szenenweise aus der Sicht des "Bösen".

Cover & Titel

Hiergegen möchte ich definitiv nichts sagen. Das Cover lockt sofort den Blick des Käufers auf sich und ist eine Augenweide. Ausnahmsweise mal nicht mit einer Person drauf oder sonstigen Covern gleich, die man so tagtäglich sieht. Ich liebe die eisigen Farben und das Goldherz in der Mitte. Es trifft den Inhalt auf den Punkt, geht aber nicht tiefgründig hinein.
Der Name "Snowheart - Das Flüstern der Kälte" könnte natürlich nicht passender sein. Denn eine Schneefrau ist kalt - so sagt es der Name. Und diese Schneefrau möchte erwachen, hinaus in die Welt, ihre Kräfte einsetzen.

Zitat

" 'Du bringst mir Glück. Da ich aber kein vierblättriges Kleeblatt auf die Schnelle finden konnte, habe ich eines mit drei Blättern genommen und ...' Wyatt dreht es um. '...und ein viertes hinzugeklebt, weil es rasch gehen musste." 
- Position 3076

Fazit

Ein Buch, welches Unmengen an Potenzial hatte, welches nur minimal genutzt wurde. Die Sprache ist unglaublich anstrengend, nervt und unterbricht die Spannung nur zu oft. Die Protagonistin ist eher nervig, als eine Heldin und der Bösewicht sollte lieber Politiker werden, da im Reden schwingen besser im Blut liegt.


Sonntag, 12. März 2017

[Rezension] Kim Leopold - Love, kiss, cliff

Verlag: Amrun (Titel: Liliennächte)
Reihe: How to be happy, Band 1 von 3
Seiten: 404
Kauf: Kindle - Taschenbuch 

Inhalt

Ein Nerd mit Schokoladenaugen, ein verletzlicher Draufgänger und ein Musiker mit rauchiger Stimme – wen wird sie lieben, wen küssen und wen über die Klippe stoßen?
An Ablenkung fehlt es Meredith nicht, als sie nach dem Tod ihrer Mutter in die Stadt zieht, die niemals schläft. Zwischen Sonnenaufgängen und Tänzen bei Kerzenschein versucht sie, ihrem Leben einen neuen Sinn zu geben. Doch das ist gar nicht so leicht, wenn ein totes Mädchen zwischen ihr und ihren Mitbewohnern steht und ihr Dad nach jahrelanger Funkstille versucht, eine Beziehung zu ihr aufzubauen. Wie kann sie da noch an die Liebe denken?


Meine Meinung

Geschichte

Wie unsere Protagonistin nach New York kam ist eine nette, abwechslungsreiche Idee und nicht immer dasselbe. Vor allem war ihr Verhältnis zum Vater super gemacht. Der Einfall der Geschichte wirkt zunächst etwas klischeehaft, doch der Knackpunkt ist es, daraus was besonderes zu schaffen und das hat die Autorin erfolgreich gemeistert.
Ich habe mich in dem Buch wohl gefühlt, ein wenig heimisch. In jeder Szene steckt soviel Liebe und auch Liebe zum Detail. Zunächst war ich ein wenig schockiert, ob sie wirklich eine Dreifachliebe erschaffen möchte, doch zum Glück muss man diese nicht bangen. Alle neuen Bekanntschaften entwickeln sich in andere Richtungen und es ist schön, zu sehen, wie unterschiedlich die Charaktere damit umgehen und einfach komplett natürlich sind.
Das schöne ist, dass in diesem Buch alles so realistisch wirkt. Die Zweifel, die aufkeimenden Ängste, Hoffnungen. Selbst das Ende schenkt uns kein komplettes Happy-End und ich musste mir schon die ein oder andere Träne verkneifen.
Es gab einige Stellen, an denen ich Schmunzeln und auch Lachen musste und Bücher, die mir sowas geben können, liebe ich über alles. Denn das sind Dinge, die nebenbei passieren und nicht versucht werden, zu erzwingen.

Charaktere

In erster Linie ist da unsere Protagonistin Meredith. Sie ist so wunderbar natürlich und hat ihre Meinungen und Geheimnisse. Manchmal findet sie die richtigen Worte und manchmal rast mit ihnen alles den Berg hinab. Wie im richtigen Leben eben.
Schade fand ich es, dass ihre erste weibliche Bekanntschaft Keira sich so verflüchtigt in dem Buch. Sie und Mer haben sich ja auf Anhieb verstanden, doch nie mehr wirklich Kontakt zueinander gehabt. Trotz der Umstände, hätte ich das schön gefunden.
Die Kerle waren natürlich weltklasse. Ein Mix aus dem typisch-faulen Männerklischeebrunnen und den verborgenen, einfühlsamen Seiten.
Also in die Charaktere habe ich mich verliebt. Sie sind alle realistisch und ich fühle mich geborgen bei ihnen.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist locker, leicht. Die Autorin beschreibt die Geschehnisse genau, doch niemals zu ausführlich. Der Mix hat mich einfach mitgerissen. Selten habe ich das Gefühl, in einer Geschichte heimisch zu sein. Eine Geschichte, in die man sich selbst so gut hinein versetzen kann. Ich konnte lachen, mir eine Träne verdrücken und auch mal wütend sein. Doch am Ende war das Buch einfach nur beruhigend.
Geschrieben wurde das Buch aus der Ich-Perspektive von Meredith. Die Kapitel waren sehr kurz gehalten und an einigen Stellen gar nicht nötig gewesen, da man von einem ins andere Kapitel in einem Rutsch rübergleiten konnte. Es war kein störender Sprung oder sonstiges zwischen.

Cover & Titel 

Ich liebe das Cover so sehr. Die Farbtöne harmonieren perfekt mit der Stimmung, die in mir aufkommt. Fernweh, Großstadtleben, Sehnsucht. Es ist ein absoluter Eye-Catcher und das ohne die so modernen Gesichter vorne drauf. Bald bekommt es übrigens ein neues Cover, welches noch schöner ist! Schaut mal auf der Seite von der Autorin nach oder direkt beim Amrun-Verlag.
Den Titel finde ich auch sehr schön gewählt. Entscheidend ist dabei das Wort "Cliff". Kuss und Liebe versteht sich von alleine, doch Cliff hat nochmal seine eigene Bedeutung. Ich interpretiere die "Klippe" als den Schatten, über den man springen muss. Etwas neues wagen, sich öffnen. Der neue Titel "Liliennächte" sagt mir im Gegensatz gar nicht so zu.

Zitat


"Wenn ich mal für eine Sekunde innegehalten hätte und nicht nach der bequemsten Lösung gesucht hätte, dann hätten sie ihr vielleicht noch helfen können." 
- Seite 122

Fazit

Ein Buch, was in mir Glücksgefühle auslösen konnte. Ein absolutes Wohlfühl-Buch, welches die Realität nicht aus den Augen verliert und mit dem man Eins sein kann.



Montag, 6. März 2017

[Neuerscheinungen] Impress und DarkDiamond im April



Huhu ihr Lieben!:)

Ich bin ja soooo gespannt auf den fünften Teil der "Heart against Soul"-Reihe. Die Reihe schafft es nach Startschwierigkeiten mich zu begeistern und wenn dieser genauso toll ist, wie der letzte, dann will ich gar nicht auf das Finale warten...und dann es lesen.... und dann weinen, dass es vorbei ist. Achja, das Leben eines Büchersüchtigen. *In Ecke geh*
Auf "Isle of God" bin ich nun sehr gespannt. Das Cover ist meiner Meinung nach mit den Farben einer der schönsten Augenweiden der Impress-Schätze!
Und "Fairies"muss ich diesen Monat noch schnell lesen. Ich hoffe so sehr, dass es mich begeistern wird. Auf jeden Fall klingt es so vielversprechend *seufz*
Bei der Erstellung des Postes ist mir übrigens aufgefallen, dass die letzten Bücher der "Elite"-Reihe schon auf Amazon vorbestellbar sind. Was denkt ihr zu den Covern? Der Geschichte? Wie findet ihr die Bücher so ? ^-^


Freitag, 3. März 2017

[Rezension] Matthias Teut - Erellgorh, Geheime Mächte

Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Reihe: Erellgorh, Band 1
Seiten: 460
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt

Seit dem großen Krieg leben die Völker von Jukahbajahn – Menschen, Zwerge und das Sumpfvolk der Urda – in Frieden. Die Elben und ihre mächtige Stadt Erellgorh sind nur noch ein Mythos, verborgen im magischen Dunst des Nebelsees.
Da wird der junge Heiler Atharu von seiner sterbenden Urmutter auf eine Reise geschickt. Ein sonderbarer Brief zwingt die Küchenmagd Selana zum Aufbruch. Und der Straßendieb Pitu muss wieder einmal vor seinen Verfolgern fliehen. Sie alle machen sich auf ins Ungewisse. Ihre Welt steht Kopf. Doch noch ahnen sie nicht, welche Bedrohung am Horizont lauert – und welche Rolle die Elben von Erellgorh ihnen zugedacht haben.


Meine Meinung

Geschichte

Schon lange habe ich mal wieder nach einem High-Fantasy Epos gesucht und bin auf dieses Buch gestoßen.
Zum einen ist dort die wundervolle Aufmachung des Buches. Alleine das Cover.... dann gibt es noch eine eigene Karte, eine selbstentworfene Sprache des Autors und über jedem Kapitel wurde ein Bild beigefügt, welches eine Szene aus dem Buch entspricht. So viel detailgetreue Arbeit steckt in dem Buch.
Die Geschichte an sich packt einen von Anfang an. Es gibt drei Protagonisten, dessen Abenteuer schon von Beginn an losgehen, ohne das es zu schnell wirkt. Am Ende eines jeden Kapitel gibt es einen Satz, der einen unbedingt weiterlesen lassen möchte. Und das ungelogen am Ende eines jeden Kapitels. Das fand ich schon eine Leistung, die Spannung so konstant aufrecht zu erhalten.
Einige der Charaktere haben magische Fähigkeiten, doch nicht alle. So liest man aus beiden Welten, was mich sehr gefreut hat. Nicht immer müssen Charaktere besonders sein um hervorzustechen.
Natürlich gibt es hier auch viele verschiedene Wesen, die man erst einmal kennen lernen muss.
Einzig Selanas Geschichte hat etwas Antrieb gebraucht und nahm recht spät die Fahrt auf. Dafür lernt sie ein total liebenswürdiges Wesen kennen, der mich mit seiner Art des Öfteren mal zum lachen brachte.
Das Ende gibt schon einige Hinweise auf den Folgeband. Manches konnte man erahnen, manches macht einfach neugierig. Es lief darauf hinaus, dass alle Erzählstränge nun zusammen führen. Wie sich alle als Team schlagen, darauf bin ich am Meisten gespannt.

Charaktere

Teut schuf Charaktere mit den unterschiedlichsten Charakterzügen. Jeder hat andere Talente und mir gefiel über diese zu lesen, und wie sie der Geschichte weiterhalfen. Zudem habe ich es nicht sehr oft, dass ich beim Lesen wirklich lachen kann. Nicht nur schmunzeln. Auch das schaffte Teut mit seinen Charakteren.
Trotzdem mit drei Erzählsträngen schon recht viele Charaktere auf den Leser warten, so wuchs mir jeder ans Herz. Alle drei sind sie unterschiedlich, doch alle konnten sie mich mit ihrer Art überzeugen.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist sehr lebhaft und sendete mir Bilder der Umgebung in meinen Kopf. Ohne was dagegen zu tun hatte ich die Welt vor Augen. Ich war versunken in dieser und fieberte mit. Selbst um Nebencharakter machte ich mir plötzlich Sorgen, da einfach jeder in diesem Buch unwiderstehlich ist. Ein definitiv außergewöhnlicher Schreibstil, den ich so selten lese.
Geschrieben wurde das Buch aus drei verschiedenen Sichten in der dritten Person. Es war eine perfekte Mischung aus Kapitellänge und Geschehnissen. Die Wechsel fanden immer im Dreiertakt statt, so konnte man definitiv nicht durcheinander kommen, über wen man gerade liest.

Cover & Titel

Das Cover zeigt zwei Gestalten, die in einem Boot zu einer Nebeverdeckten Insel paddeln, auf der hinter dem Nebel ein riesiges Gebäude hervorragt. Inhaltlich passt es, keine Frage. Doch auch optisch zieht mich alles an diesem Cover in den Bann. Das liegt wohl an der herrlichen Farbwahl von blau, weiß und einem Stich grün. Wunderschön und geheimnisvoll!

Fazit

Dieses Buch konnte mich durch und durch begeistern und sich in meine Top-Reihen aus dem High-Fantasy einschleichen. Ich bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht und kann bis dahin nur über eine sehr detaillierte Welt schwärmen.



Donnerstag, 2. März 2017

[Rezension] Anika Lorenz - Im Blut ein Schwarzbär

Verlag: Carlsen Impress
Reihe: Heart against Soul, Band 4 von 6
Seiten: 263
Kauf: Kindle

Inhalt

Nach allem, was geschehen ist, will Emma nur noch weg, den Schmerz hinter sich lassen und neu anfangen. Bei ihren Freunden in New York scheint ihr genau das zu gelingen. Endlich kann sie wieder frei atmen – auch wenn sie von den Gefühlen, die sie zu verdrängen versucht, immer wieder eingeholt wird. Dass es so aussieht, als hätte Nate sich für eine Andere entschieden, und dann auch noch Liam unerwartet vor ihrer Tür steht, macht es Emma nicht gerade einfacher. Nur mühsam lernt sie, dass es egal ist, wie weit sie davonläuft, denn ihre Vergangenheit wird stets ein Teil von ihr sein…und sie birgt noch viele Geheimnisse!


Meine Meinung

Geschichte

Wow! Bei diesem Buch hat es mir wirklich die Sprache verschlagen. Die Autorin legt noch einmal eine gewaltige Schippe an Action und Spannung drauf und setzt alles auf eine Karte - oder in ein Buch.
Denn Emma kann ihrer Identität nicht entfliehen. So muss sie aus New York zurückkehren und gerät direkt in die Fänge der Jäger. Nicht einmal die Hälfte des Buches brauchte es, um die Spannung enorm in die Höhe zu kurbeln. Gerade ist die nervige, aber mittlerweile erträgliche Dreiecksbeziehung, durch eine Entscheidung beendet worden - auch wenn ich zum anderen Team gehörte - und alles könnte perfekt sein, doch nun muss Emma stark sein. In den Fängen der Jägern durchzieht sie eine harte Ausbildung und viele seelische Schmerzen. Ich habe mittgelitten, mitgefiebert und immer nach einem Ausweg gesucht. Einem Satz, den man sich drehen und wenden kann, wie man möchte. Doch den gab es nicht. So steigerte die Autorin die Spannung ins unermessliche. Ich war hilflos, bin mit den Augen über die Seiten gerast und immer wenn ich dachte, dass die Situation nun aufgelöst wird, ging es noch schlimmer.
Das Finale war noch einmal Spannung pur. Bis zur letzten Seite schlug mein Herz höher. Obwohl ich mich noch immer frage, wie man denn einen Zweikampf führen kann, wenn um einen herum hunderte Leute kämpfen, die auf Befehle hören müssen, bat der Kampf viel Stärke und war nichts für schwache Nerven.
Das Ende bietet dann eine Art Cliffhanger. Auf der eine Seite weiß man, was passiert ist. Auf der anderen möchte man unbedingt die Reaktion kennen. Wie geht es weiter? Was passiert nun? Ist das Geschehene umkehrbar?

Charaktere

Emma tat mit in dem Buch so leid. Erst die Liebe, die sie nun endlich gefunden hat und mich ein wenig eingelullt hat, dann die schreckliche Wendung, die sie um ein tausendfaches wieder in ihre Depression hätte stürzen lassen. Ich habe den Moment abgewartet, indem sie wieder in ihre Lethargie fällt, doch sie ist stark.
Nun lernt man auch mehr von Emmas Familie kennen und ich habe zwiegespaltene Gefühle. Einerseits versteht man die Handlungen, andererseits stand ich unwiderruflich auf Emmas Seite. Die Grausamkeit und Naivität nahm mich mit. Hier wurden charakterstarke Figuren geschaffen.

Schreibstil & Sichtweise

Spätestens ab der Hälfte des Buches nimmt der Schreibstil einen komplett gefangen. Man wird von einer schlimmen Situation in die nächste geschoben, findet kaum eine Atempause und möchte das Buch nicht mehr weglegen. Definitiv hat die Autorin den Vogel mit diesem Buch abgeschossen. Auf jeden Fall meine Nerven.
Geschrieben wurde wieder aus Emmas Sicht in der Ich-Perspektive.

Cover & Titel (Vorsicht: Spoiler)

Im gewohnten Stil sieht man Emmas Kopf im Hintergrund und der eines Tieres im Vordergrund. Diesmal ist es nicht ihres, sondern das ihrer Mutter. Das schwarze Fell mit dem silbernen Hintergrund und dem goldenen Schriftzug harmoniert perfekt. Ich liebe es. Es ist ausdrucksstark.
Auch der Titel passt diesmal perfekt. Zuerst dachte ich erst gar nicht dran, doch da ihre Mutter ein Schwarzbär ist, hat natürlich auch Emma die Gene in sich. Das Tier hat sich nur nicht entfaltet, sondern geht es hier wohl eher um die Stärke des Bären, welches durch ihr Blut wallt.

Zitat

"Ich lag in meinem Bett und beobachtete die Zeiger der Wanduhr, die sich unaufhörlich bewegten. Egal was passierte, man konnte sich immer sicher sein, dass die Zeit verging."
- Position 1910

Fazit

Ich bin froh die Reihe trotz Startschwierigkeiten weitergelesen zu haben. Sie entwickelt sich zu einem wahren Schlafräuber und mittlerweile kann ich die Folgebände nur herbeisehnen.




Mittwoch, 1. März 2017

[Rezension] Anika Lorenz - In Gedanken ein Steinadler

Verlag: Carlsen Impress
Reihe: Heart against Soul, Band 3 von 6
Seiten: 269
Kauf: Kindle

Inhalt

Nachdem Emma etwas getan hat, das sie nie für möglich gehalten hätte, fällt sie in ein tiefes Loch aus Trauer und Angst. Immer häufiger sucht sie Zuflucht in ihrer Tiergestalt und merkt dabei nicht, dass sie kurz davorsteht, nicht nur sich selbst in den Tieren zu verlieren, sondern auch Nate. Denn mit dem Auftauchen der schönen Wölfin Ava scheint es, als hätte er seine Seelenpartnerin gefunden und Emmas Rivalin setzt alles daran, Nates Herz für sich zu gewinnen. Doch ein gemeinsames Ziel macht sie zu Verbündeten: Sie wollen sich an den Jägern rächen, die ihnen so viel genommen haben…



Meine Meinung

Geschichte

Die Autorin verbessert sich mit jedem Buch mehr. Die Geschichte nimmt langsam Fahrt auf, da die Entdeckung der Fähigkeiten nun hinter Emma liegen. Nach dem Endkampf im vorhergehenden Buch hat sie viel mit sich und ihren Gedanken zu kämpfen. So passiert es, dass sie sich einigelt. Oder besser gesagt: Einleoparded. Denn den Anfang des Buches verbringt sie in ihrer Tiergestalt dem Leoparden. Man fühlt förmlich ihre Traurigkeit und wie sie mental in einen Abgrund gerissen wurde, aus dem sie selbst nicht herausfindet.
Gut, dass es da den neuen gibt, den sie Unterrichten soll. Mit seiner bissigen Art hilft er Emma unwissentlich. Ihre Stärke ist spürbar und nie verliert die Autorin aus den Augen, dass sie eigentlich noch ein Trauma zu verarbeiten hat. Mir gefiel es sehr, dass Emma keine Wunderheilung durchlebte.
Man merkt, wie sich langsam alles auf ein Finale ausrichtet. Die Gestaltwandler versammeln sich und kommen aus der ganzen Welt zusammen. Emma lernt neue Menschen kennen und neue Freunde zu schätzen und lieben. Ich fand es super, dass die Autorin einer dritten Lebenspartnerschaft aus dem Weg geht, durch eine andere Unterart desselben Vogels. Nur hätte ich etwas ausgereiftere Pläne erwartet. Denn die Autorin schleust einfach einen Gestaltwandler ein, der schon viel Kampferfahrung hat und seine Strategien werden fast kommentarlos übernommen.
Endlich wird einem mehr Action geboten beziehungsweise laufen alle Wege dorthin. Ein wenig ruhig war das Buch schon noch, doch durch Emmas Verzweiflung und ihrer Verbissenheit sich zurück zu kämpfen kommt die gewisse Spannung auf.

Charaktere

Nebst den gewohnten Charakteren, die mittlerweile alle viel mehr Tiefgang haben und nicht mehr nur an die Liebe denken, lernen wir viele neue Gestaltwandler in dem Buch kennen.
On Top den Löwen William, der in mir gemischte Gefühle breit macht. Natürlich wirkt er wie der liebe Beschützer, der zum grimmigen Löwen wird, wenn jemand zu Nahe kommt. Dennoch ist er ein starker Kontrast zu allen anderen Charakteren. Das ist nicht zwangsläufig schlecht, nur gewöhnungsbedürftig.
Ansonsten gibt es wieder einen bunten Mix an Persönlichkeiten und nicht alle sind lieb und freundlich. Unterschiedlichste Menschen prallen aufeinander. Da gibt es natürlich nicht immer Harmonie und Ordnung.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil hat mich diesmal sichtlich gepackt und mitgenommen. Die Gefühle kamen bei mir an und zogen auch mich in Emmas Welt hinein. Schmerz, Eifersucht, Liebe, Verzweiflung, Freiheit. So viel kam auf einen zu.
Geschrieben wurde das Buch aus Emmas Sicht in der Ich-Perspektive, welche ihre Gefühle sehr unterstützt.

Cover & Titel

Das Cover ist vom Prinzip her dasselbe, wie auch bei den Vorgängern: Emmas Gesicht wird von der Seite gezeigt, sie schaut in eine Richtung. Vor ihr das Tier, welches mit ihr in dieselbe Richtung schaut. Die beiden gehören zusammen. Halb Mensch, halb Tier. In die Farbe kann man jetzt einiges an Interpretation reinstecken: Adleraugen sind so brilliant, sie sehen sogar das Grün der Wiesen am Boden, Grün für Hoffnung, Grün für alles Mögliche oder auch ohne Grund. Auf jeden Fall gefällt mir die Farbe.
Auch den Titel finde ich diesmal passend gewählt. Ein Adler ist in seinen Gedanken frei. Sie fliegen über die Ebene, frei und zwanglos. Mit ihren scharfen Augen schauen sie nach ihrer Beute. Genau diese Gedanken spiegeln auch Emmas wieder. Sie möchte frei sein, den Zwängen entkommen und Rache üben. Die Jäger sind ihre Beute

Zitat

"Im Verstand des Tieres gab es nichts als Leere, denn ohne Reize erfolgten auch keine Gedankengänge, die Reaktionen auslösten und so konnte ich mich ganz in die Dunkelheit hineingleiten lassen." 
- Position 63

Fazit

Die Autorin steigert sich mit jedem Band. So langsam kommt Fahrt in die Geschichte und man will mehr lesen. Statt dem üblichen hin- und hergeplänkel gibt es endlich Fakten und Entschlüsse.


Dienstag, 28. Februar 2017

[Rezension] Larissa Wolf - Kateryna, Die Reise des Protektors

Verlag: Drachenmond
Reihe: Jhanta-Chroniken, Band 1
Seiten: 416
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt

In den Wäldern von Brigansk ist kein wohlhabender Bürger sicher. Dort kommt es immer wieder zu Überfällen durch die Robins, eine Diebesgruppe, die sich für die Armen einsetzt. Die Waise Kateryna ist deren unumstrittene Anführerin, was ihr den Hass des Fürsten von Templow einbringt. Als hätte sie damit nicht schon genügend Probleme, taucht ein junger Mann auf und bittet sie um Hilfe. Nash gehört den seltenen Protektoren an, die die Magie beschützen, und ist verzweifelt auf der Suche nach seiner entführten Großmutter. Kat willigt ein und zusammen mit ihrem besten Freund Juri begleitet sie Nash auf eine gefährliche Reise.


Meine Meinung

Geschichte

Kateryna ist Anführerin einer Gruppe, welche für Recht und Freiheit kämpft. Sie führt ein relativ entspanntes Leben, bis der Protektor Nash auftaucht und sie überredet einer Reise anzutreten. Diese läuft komplett aus dem Ruder und Kateryna, der Protektor und ihre Freunde sind mittendrin im Kampf zwischen Leben und Tod. Ein Kampf, den Kateryna gar nicht hätte mitmachen müssen.
Mir gefiel gut, dass die Charaktere mal wieder fort von ihrer Heimat wollten, einfach ein kleines Abenteuer erleben wollen. Das sie nichts ahnen sind und sich dieses langsam zu einer großen Sache entwickelt.
Schade fand ich, dass die Drachen zunächst besonders wirken, da sie auch auf dem Cover zu sehen sind, doch während des Buches nehmen sie gar keine so große Rolle ein. Ich hoffe noch immer, dass dies noch geschehen wird.
Die Idee der Blutmagie fand ich sehr interessant. Erst in der beigefügten Kurzgeschichte realisiert man, was für die Magie aufgegeben werden muss, wo die Grenzen sind. Es war interessant von beiden Seiten zu erfahren.
Vor allem die Kurzgeschichte hatte es in sich. Die Autorin schreckt nicht davor zurück, ihren Charakteren böse Schicksale unterzujubeln und so kann man sich nicht sicher sein, was als nächstes passiert. Die Geschichte thematisiert zwei Nebencharaktere der Hauptstory, wovon einer aber noch eine wichtige Rolle einnehmen wird. Dadurch lernt man auch Charaktere besser kennen, die nicht so in den Fokus geraten sind. Man schätzt sie mehr und erfährt viel mehr. Zudem ist die Kurzgeschichte wie eine Art Verbindung zwischen Buch 1 und 2, während normalerweise diese abgeschottet von dem  hauptsächlichen Erzählstrang erzählt werden.

Charaktere

Kat war von Anfang an eine starke Frau mit starken Gefühlen. Von Beginn an weiß man, dass etwas schlimmes ihre Vergangenheit geprägt hat und man pirscht sich Stück für Stück an dieses Ereignis heran. Es wird nicht sofort herausposaunt und das gefiel mir sehr.
Der Protektor Nash war mir oft ein wenig zu kindlich. Er hat eine lockere und fröhliche Art, doch wirkte er geistig für mich, als wäre er weit weg von Kat.
Juri war mir von Anfang an ein Dorn im Auge. Man merkte, dass hinter seiner liebevollen Art etwas versteckt war und noch immer kann ich seine Geheimnisse nicht erforschen.
Man hat hier einen tollen Mix aus Charakteren, die liebevoll im Äußeren, aber nicht im Inneren sind, im Inneren, aber nicht im Äußeren und welche, die durch und durch rein sind.

Schreibstil & Sichtweise

Die Spannung packt seine Klauen in den Leser und lässt einen bis zum Ende nicht mehr los. Immer passiert etwas, immer auf dem Sprung. Mit guten Abständen und Erholungspausen, um Informationen sacken zu lassen, wird man durch das Buch geleitet.
Geschrieben wurde das Buch aus Kats Sicht in der Ich-Perspektive. Selten auch aus Juris Sicht.

Cover & Titel

Auf dem Cover sieht man Kat in einem grünen Shirt, der wie die Haut eines Drachen aussieht. Sie sieht entschlossen aus. Im Hintergrund fliegen zwei Drachen. Sie sind jedoch weit in der Ferne. Der Hintergrund wirkt, als würde sich ein Feuer durch den Wald fressen, der die Veränderung und Zerstörung symbolisieren könnte. Oder einfach Drachenfeuer ist. Das Cover ist schön gestaltet, doch passt nicht alles perfekt für mich. Man muss zu viel interpretieren.
Mit dem Titel konnte man wenig falsch machen. "Die Reise des Protektors". Nash, der auf der Suche nach etwas ist und dafür an Orte reisen muss, die er nie zuvor gesehen hat.

Zitat

"Er hat ein besseres Leben verdient, aber die Frage ist, ob das auch für ihn vorhergesehen ist." 
- Position 5691

Fazit

Das Buch konnte mich definitiv in seinen Bann ziehen. Eine tolle Geschichte, mit vielen Verstrickungen, Geheimnissen und einer interessanten Welt.


Montag, 27. Februar 2017

[Zitate] David Hair - Die Brücke der Gezeiten, Am Ende des Friedens



"Manchmal kommt der Feind mit Waffen in Händen und Lästerungen auf den Lippen und ist weithin zu erkennen. Schlimmer jedoch ist der Feind, der mit Geschenken kommt und mildtätig ist, denn ihn erkennt man erst, wenn es zu spät ist." 
- Seite 20

Sonntag, 26. Februar 2017

[Rezension] Lisa Rosenbecker - Arya & Finn, Im Sonnenlicht

Verlag: Drachenmond
Reihe: Arya & Finn, Band 1 von 3
Seiten: 380
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt

Arya hat ihre Zukunft als Leibwächterin klar vor Augen: Sie will ihrer Freundin Elena um jeden Preis zur Seite stehen. Schon seit vielen Jahren bereitet sie sich darauf vor und nimmt sogar ihre verhasste Gabe in Kauf, die ein gut behütetes Geheimnis ist. Ebenso wie Elenas wahre Herkunft.
Aus diesem Grund lässt sich Arya auf eine Reise ein, bei der sie nicht nur mit ihrer Vergangenheit, sondern auch mit der Zukunft konfrontiert wird. Denn ihr Reisegefährte Finn weckt unbekannte Gefühle in ihr.
Doch während Arya versucht auf ihr Herz zu hören, kristallisiert sich eine Bedrohung für das gesamte Königreich heraus, der sich die Gefährten am Ende gemeinsam stellen müssen.

Meine Meinung

Geschichte

An sich hat die Geschichte sehr viel Potenzial. Die zukünftige Königin und ihre Leibwächterin und Freundin begeben sich auf Reisen. Die Prinzessin gewollt, ihre Leibwächterin nicht.
Auf ihrer Reise werden sie natürlich begleitet. Durch einige verschiedene Orte geht es, bevor sie an ihrem Ziel ankommen. Zunächst dachte ich, dass sie an ihren Zwischenstopps Abenteuer erleben, die ihr eigentliches Ziel soweit in die Ferne befördern, dass sie diesen erst im Abschlussband erreichen. Doch tatsächlich kommen sie noch bis zu ihrem Zielort.
Dadurch wirkt es an vielen Stellen gehetzt. Irgendwie konnte ich mich in kaum eine Situation richtig einfinden, da permanent nur gereist wurde. Sie waren immer in Bewegung und es wurde zwischendurch langweilig.
Anders war es dann im Wald. Ich habe schon einiges über magische Wälder gelesen und habe gehofft, dass keiner dieser bekannten Lösungen, auch in diesem Wald zutrifft. Dem war zum Glück auch nicht so, doch die eigentliche Lösung konnte ich mir als Leser nur Erdenken, anstatt es richtig erklärt bekommen zu haben.
Das Ende jedoch war gespickt von spannenden und auch lustigen Elementen. Zwar wurde eine Schlüsselsituation aufgedeckt, die ich vorher schon erahnen konnte, dafür kam eine andere hinzu, dessen Lösung ich noch bis zum nächsten Band abwarten muss. Dennoch ist die Geschichte an sich ohne Cliffhanger zu Ende gegangen und da die Idee prinzipiell gut ist, werde ich auch noch den Folgeband lesen, sobald er erscheint.

Charaktere

Alle Charaktere in dem Buch haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen. Die aber nur unwirklich Probleme sind. Allgemein sind sie eher leicht, locker, fröhlich drauf. Eine kleine Patchwork-Family, die auf eine ganz normale Reise geht.
Mir haben die plumpen Sprüche Finns' oft nicht gefallen und somit wurde ich mit dem Charakter nicht richtig warm. Schade drum. Vielleicht lerne ich seine normale, ruhige Seite ja noch kennen.
Arya war für eine Leibwächterin ein wenig... unausgebildet. Sie kann zwar kämpfen, aber irgendwie war es das auch schon. Mir haben so die Fähigkeiten gefehlt, die sie außergewöhnlich gemacht haben, schließlich muss sie die spätere Königin beschützen.

Schreibstil & Sichtweise

Ich brauchte einige Zeit mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Für mich war der Stil recht simpel und wirklich in einem jugendlichen Stil geschrieben. Doch eher frühe Jugend. Vielleicht bin ich einfach zu viel High-Fantasy gewöhnt, aber ich hatte selten so ein Gefühl.
Die Kapitel sind sehr kurz gehalten. In fünf Minuten ist da man da ganz fix durch. Leider nicht so mein Geschmack, da das Gefühl für die Szene nicht gut aufgebaut werden kann.
Geschrieben wurde das Buch in erster Linie aus Aryas Sicht aus der Ich-Perspektive.

Cover & Titel

Das Titelblatt ist schön gestaltet und nicht mit den heutigen Klischee-Gesichtern bestückt. Das gefehlt mir sehr gut. Zumal ich die Farbe sehr schön finde und die Pflanzen, die sich bei genauerem hinsehen um die Mitte ranken.
"Im Sonnenlicht." Genau dahin müssen die Protagonisten. In die Stadt der Lichter zum Lichterfest und gleichzeitig ins Sonnenlicht ihrer selbst. Somit passend ausgewählt. Auch wenn man viel Fantasy einsetzen kann.

Zitat

"Offenbar würde ich nicht nur der Welt und ihren Schrecken zum ersten Mal gegenübertreten, nein, ich musste es auch noch in einem Kleid tun. Wirklich ganz wunderbar." 
- Position 904

Fazit

Ein Buch, von dem ich mehr erwartet hätte. Die Grundidee gefällt mir sehr gut, doch das Abenteuer an sich erstreckte sich sehr lange und die Protagonisten konnten nicht so wirklich in mein Herz finden. Noch dazu die sehr kurzen Kapitel, die den Schwung für mich raus genommen haben.
Das Ende war jedoch sehr spannend und mich interessiert es dennoch, wie es weitergeht!



Donnerstag, 23. Februar 2017

[Top Ten Thursday] #17 Zehn Serien aus deiner Kindheit/Jugend


Huhu ihr Lieben!

Nach langer Zeit bin ich mal wieder bei einem Top Ten Thursday dabei und diesmal mit einem wunderschönen Thema: 10 TV-Serien aus deiner Kindheit/Jugend.
Heute noch schalte ich manchmal auf Kindersender um und was dort mittlerweile läuft, schockiert mich. Natürlich gibt es noch ein paar der alten Serien, die neuen jedoch gefallen mir überhaupt nicht mehr. Oft übermitteln sie für mich keine Werte mehr und auch der Zeichenstil ist schrecklich geworden. Beziehungsweise alles animiert nun. Wenn ich sehe, wie beispielsweise Heidi umgeändert wurde, kommt es mir wortwörtlich aus dem Magen wieder hoch...
Ich könnte jetzt Unmengen mehr Serien nennen, aber hier meine Top 10:


Der erste Schwung meiner Kindheitsserien!
"Yakari" ist eine Serie, die relativ neu ist. Ich habe sie nicht lange gesehen, aber dafür innig geliebt. Soweit ich weiß, läuft sie heute noch. Ich liebe ja alles mit Tieren und mit diesen zu sprechen... wer möchte das nicht?
"Beutolomäus" lief immer um Weihnachten rum, denn er ist der Weihnachtssack vom Weihnachtsmann. Ich fand die Abenteuer immer spannend und den Sack unheimlich lustig. Ob ich das jetzt genauso sehen würde?
"Wissen macht Ah!", wer kennt es nicht? Die Fragen, die dort beantwortet wurden, fand ich immer spannend. Es war Pflichtprogramm am Abend, auch meine Mutter saß da gerne neben mir. Ich fand es bei weitem besser, als beispielsweise "Willi will's wissen".
Und dann ist da noch der "Regenbogenfisch". Immer bunt und hübsch, so frööööööööhlich.... ^-^


"Marcelino" ist wie Yakari eine Serie, die erst in meiner späteren Kindheit anfing. Vermutlich waren kleine Kinder, die mit Tieren sprechen zu der Zeit im Trend *lach* Ich fand Marcelino super süß und habe das Intro geliebt... Hört es euch gerne mal hier an.
"Die Sendung mit der Maus" kennt ja wohl jeder. Ich hatte damals ein Buch mit einem Spiel drin, das meine Mutter immer mit mir spielen musste. Aber Ente und vor allem Elefant war immer cooler, als die Maus. Wäre ich heute ein Kind, würde ich wohl immer "Die Sendung mit dem Elefanten" anschauen.
"Die Mumins" sind schon etwas älter. Ich habe sogar ein Buch zuhause rumstehen, dass sich selbst mein viel älterer Brüder noch gerne ausleiht. Sie waren einfach Zucker!
Und dann ist da noch die "Sesamstraße". Auch hier habe ich die weniger beliebten Charaktere toller gefunden. Ich musste mich beim Sesamstraßen-Mensch-Ärger-Dich-Nicht auch nie um die Figur kloppen. Meine Mutter wollte immer Oskar, "Die Tonne", während ich natürlich das Cookie-Monster wollte! :D



Hier habe ich euch mal ein vorher/nachher Bild von der Sendung "Heidi" eingefügt.... Ist die Sendung gezeichnet nicht viel schöner? Ich hatte Ende letzten Jahres mal eine neue Heidi-Episode geschaut, konnte aber nicht lange dran bleiben... diese "moderne" Sprechweise und der Stil... nein, danke.
Dann ist zu guter letzt noch "Löwenzahn". Auch wenn er Kinder vielleicht nicht geliebt hat - das sei mal dahin gestellt - die Serie war einfach interessant. Und als mein erstes Computerspiel hat es auch viel, viel Spaß gemacht!

Zu den "Sandmännchen"-Zuschauern habe ich übrigens so gut wie nie gehört. Entweder schlafe ich deshalb wohl so schlecht ein, oder so lange, wenn ich es denn schaffe. Mysteriös...
So, jetzt bin ich aber gespannt, was ihr in eurer Kindheit so gesehen habt! Trotz weniger Jahre, sind ja oftmals große Unterschiede dabei. Ich bin neugierig und gespannt!


Mittwoch, 22. Februar 2017

[Rezension] Ann-Kathrin Wolf

Verlag: Carlsen Impress
Reihe: Märchenherz, Band 1 von 3
Seiten: 312
Kauf: Kindle

Inhalt 

Mit dem Auftauchen des ungewöhnlich jungen und viel zu attraktiven Referendars William Grimm an ihrer Schule scheint das Leben der 17-jährigen Alexandra White auf einen Schlag ein anderes zu werden. Nicht genug, dass ihre Großmutter als Märchenerzählerin arbeitet und Alexandra dank ihrer blassen Haut »Schneewittchen« genannt wird, auf einmal verfolgen sie die Erzählungen bis in den Unterrichtsstoff hinein – und darüber hinaus. Denn wer sind die Zwillinge Lukas und Gabrielle, die auch neu an ihrer Schule sind? Und warum riecht es plötzlich überall nach Wolf? Ehe sich Alexandra versieht, befindet sie sich in ihrem eigenen Märchen, nur ist das Happy End noch lange nicht in Sicht…


Meine Meinung


Geschichte

In dem ersten Teil der Märchenherz-Reihe geht es um Alex, die besondere Gene trägt. Sie selbst weiß von diesen nicht, doch zu ihrem 18. Geburtstag soll sich alles ändern und sie kann nicht mehr davon laufen.
Das klingt im ersten Moment ein wenig klischeehaft, doch für mich ist der springende Punkt immer der, wie der Autor die klischeehafte Idee umsetzt. Und mit der Umsetzung war ich zufrieden.
Das Buch spezialisiert sich nicht auf ein Märchen, weshalb man nur bedingt von einer Adaption sprechen kann. In erster Linie geht es um Gene, die selbst für mich überraschend und fragwürdig erschienen, selbst als großer Fan von High-Fantasy-Welten, in denen nichts unmöglich ist. Doch ich habe mich schnell an den Gedanken gewöhnt und konnte die Idee genießen.
Das ganze Buch über werden einem schnitzeljagdtartig Schnipsel an Informationen gegeben, die sich erst am Ende zum großen Ganzen zusammensetzen. So wurde einem weder langweilig, noch blieb die Spannung aus.
Getoppt wurde dies dann von Charakteren, die sich umschleichen, doch der Leser weiß nicht, wer der bösen und wer der guten Seite angehört.
Das Ende war durch und durch spannend. Ich fand zwar die Beziehungen, die zum Vorschein kamen, etwas fragwürdig, doch eher aufgrund moralischer Gründe und nicht der Logik halber. Jeder Charakter - ob normal oder besonders - nahm seine Rolle ein und man fieberte um die Leben seiner Liebgewordenen. Ein tolles, in sich abgeschlossenes Finale, was neugierig auf mehr macht - auch ohne Cliffhanger.

Charaktere

Alex und ihre beste Freundin Lilly sind zwei ganz normale Mädchen, mit der sich vermutlich ein Großteil der Leserschaft identifizieren könnte. Alex lebt mit ihrer Großmutter zusammen, die immer herzlich und liebevoll auf mich gewirkt hat. Der großmütterliche Charakterzug kam wunderbar zum Vorschein.
Obwohl Lilly nur eine Freundin ist, die meistens in Büchern später untergehen, nimmt sie eine große Rolle im Buch ein und das gefiel mir sehr.
Dann gibt es noch Lukas und Will, um die sich meine ganzen Gedanken drehten. Wer ist der Gute, wer der Böse? Sind beide beides? Eine lange Zeit blieb es für mich spannend.

Schreibstil & Sichtweise

Flüssig geleitet ein spannender Schreibstil einen durch das Buch. Geheimnisvoll, nie zu viel oder zu wenig. Zudem konnte ich detailreiche Beschreibungen genießen, die mich in eine andere Welt beförderten.
Geschrieben wurde das Buch in der dritten Person aus der Sicht von Alex. Ab und zu wird jedoch aus der Sichtweise eines Wolfes geschrieben, der einem Rätsel auferlegt, wer dieser den sein könnte und wie er in die Geschichte passt.

Cover & Titel

Das Cover zeigt Alex, auf dessen Aussehen während des Buches noch näher eingegangen wird. Eine weitere Person auf einem Cover, wie es eben so im Trend ist. Umgeben wird Alex von Schneeflocken, die passend zur Jahreszeit im Buch ist. Passend also, dennoch kein individueller Eye-Catcher.
Der Titel wurde passend zum adaptierten Märchen gewählt. Jedenfalls diesem, um das es in erster Linie geht und Alex auszeichnet.

Zitat



"Die Stille, die sie empfing, war Balsam für sie. Niemand war da. Nur zahlreiche Bücher, die sie weder blöd von der Seite anquatschten noch hinter ihrem Rück tuschelten." 
Position 465

Fazit

Ein toller Auftakt, der mit viel Spannung und Unvorhersehbarkeit punkten kann. Man sollte auf jeden Fall nicht ein spezifiziertes, adaptiertes Märchen erwarten, denn hier werden mehrere auf einmal eingebunden. Die Mischung ist gelungen und ist mir positiv aufgefallen.