Sonntag, 3. Juli 2016

[Rezension] Lucy Inglis - Zwischen Licht und Finsternis

Verlag: Chicken House
Reihe: City of Halves, Band 1 von ?
Seiten: 480
Kauf: Kindle - Gebunden

Inhalt

London, heute. Mädchen verschwinden. Und seltsame Kreaturen tauchen auf den Straßen auf. Fast wäre die 16-jährige Lily von einem zweiköpfigen Hund getötet worden. Doch urplötzlich steht Regan vor ihr – gut aussehend, geheimnisvoll und faszinierend. Merkwürdig, dass er ihre seltene Blutgruppe kennt, aber noch merkwürdiger, dass es angeblich eine Verbindung zwischen Lily, Regan und den verschwundenen Mädchen geben soll. Von einer auf die andere Sekunde befindet sich Lily in einem Strudel aus Verbrechen und Verrat, Verschwörung und Leidenschaft, Licht und Finsternis. Fantastisch, romantisch, gefährlich!



Meine Meinung

Allgemein

Zuerst viel es mir ein wenig schwer ins Buch reinzukommen. Man wird sofort in eine Welt eines eher unnormalen Teenagers hineingeworfen, denn die Protagonistin Lily ist eine, zwar hobbymäßig aber dennoch sehr gute, Hackerin. Doch mit der Zeit gibt es dem Buch einen gewissen Flair. Nicht alles kann mit Lily mit ihren Fähigkeiten lösen, doch trotzdem bleibt es konsequent ein wichtiger Punkt im Buch.
Kurios ist wiederum wie schnell am Anfang alles von statten geht. Lily gerät in eine Situation, in der sie ohne Hilfe nicht weiterkommt und lernt dabei den geheimnisvollen Regan kennen. Schon nach wenigen Seiten wirkt es, als hätte sie bedingungsloses Vertrauen zu ihm. Die Geschichten über Dämonen nimmt sie einfach so hin und wenn Regan etwas wissen möchte - möge es auch noch so privat sein - bekommt er die Informationen.
Die neue Welt beinhaltet doch nicht nur eine neue Kreatur. Man lernt ständig neue Wesen kennen, doch die Geschichte an sich dümpelt so vor sich hin.
Ab der Mitte des Buches kommt dann frischer Wind in die Geschichte. Man gelangt an neue Informationen und spannende Geschehnisse passieren. Auch ein wenig Romantik kommt ins Spiel. Meiner Meinung nach ein wenig verfrüht, doch schön war es alle Mal.
Das Ende war dann wieder mit etwas weniger Spannung versehen. Klar gab es viel Action und Gerede, aber mehr wieder eine erneute Rettung Lillys, als mal Aufklärungen der ganzen Geschehnisse. Im Laufe des Buches hat Lilly zudem etwas Wichtiges bekommen, bei dem ich dachte, dass es im Finale den entscheidenden Hinweis liefert, aber Fehlanzeige. Dennoch habe ich am Ende noch ein wenig mitgefiebert, doch dann lief alles auf einen zweiten Band hinaus und Lillys Vater vernachlässigt seine väterliche Rolle ungemein. Diese neue Info hat mich etwas zwiegespalten. Aber jetzt, wo die groben Informationen da sind, kann es vielleicht richtig losgehen!

Charaktere

Die Charaktere gefielen mir sehr gut. Lilly als Hackerin ist mal etwas ganz Neues und wird auch gut in die Geschichte integriert.
Bei Regan sah es etwas anders aus. Auch ihn mochte ich, doch wird mehrmals im Buch erwähnt, dass er menschliche Gefühle nicht so spüren kann und deshalb auch abweisend zu der menschlichen Spezies ist. Dafür ist er aber doch sehr hingezogen zu Lilly. Zwar erfährt man später auch den Grund dafür, doch etwas spanisch kam mir das trotzdem vor.
Doch auch alle anderen Wesen hatten ihren eigenen Charakter und somit kam vielfältig ins Buch.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil war locker zu lesen und etwas düster. Viele Beschreibungen lassen einen gut ins Buch finden und auch zügig durchkommen, trotz manch langweiliger Passagen.
Geschrieben wurde das Buch aus der dritten Perspektive von Lilly.

Cover & Titel

Das Cover gefällt mir soweit ganz gut. Erneut ist es eine Person, die dort abgebildet ist. Vom Aussehen her passt sie perfekt zu der Beschreibung im Buch, was man nicht von jedem Cover so erwarten kann. Zudem ist alles eher düster gestaltet. Das Gesicht hell und dunkel erleuchtet. Zwischen Licht und Finsternis. Nur hinter was sich die Coverperson versteckt erschließt sich mir nicht ganz. Ich vermute ein Flügel eines Wesens im Buch.
Der Titel soll die Welten verdeutlichen. Lillys Welt das Licht und Regans Welt das Dunkle, böse. Beide kriegen voneinander nichts mit. Auch zwischen den Personen innerhalb der Welten gibt es Licht und Finsternis.

Zitat 

"Ich meine, die Leute erfinden Geschichten, um die Welt zu erklären, statt sich einfach mal an die Fakten zu halten." - Position 4024

Fazit

Ein Buch, welches durch den Schreibstil in den Bann ziehen kann. Inhaltlich erlebt man immer wieder auf und abs. Mal ist alles spannend und stimmig und dann hat man wieder das Gefühl, dass das Buch gar nicht voran kommt. Auch das Ende war zwar spannend, doch irgendwie nicht stimmig. Das Buch bekommt eine Wertung von drei Pandas, tendierend zu vier.


Kommentare:

  1. Hey,
    ich war auch nicht so begeistert und hatte dem Buch (ich glaube) nur zwei Sterne gegeben. War halt doch ziemlich langweilig und irgendwie wurde ich mit der Protagonistin nicht warm.
    Lg
    Sonja

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    1. Huhu!

      Langeweile trifft es ganz gut. Ich bin mir auch nicht sicher, ob der zweite Band bei mir Einzug halten würde. Wahrscheinlich nicht. Schade! Aber dennoch kein Buch, was man nicht empfehlen würde, denn viele Geschmäcker trifft es dennoch.

      Liebe Grüße,
      Lydia

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