Freitag, 15. April 2016

[Rezension] Antoinette Lühmann - Dragonfly, Finde deine Bestimmung

Verlag: Coppenrath
Reihe: Einzelband
Seiten: 416
Kauf: Kindle - Gebunden

Inhalt 

Charlotte steht vor dem wichtigsten Moment ihres Lebens. Wie alle 14-Jährigen des Landes wird sie in einer feierlichen Zeremonie, dem Trivium, erfahren, welche Ausbildung sie antreten wird. Denn in Himmerland entscheidet das Schicksal. Doch als Charlotte ihre Bestimmung erfährt, kann sie es nicht fassen: Sie soll eine der Wenigen im Land sein, die magische Fähigkeiten besitzt! Dabei gab es dafür niemals ein Anzeichen. Ohne es zu ahnen, gerät sie zwischen die Fronten der Herrscher und Rebellen, denn jede Seite hat ein ganz eigenes Interesse an ihr. Doch nur Charlotte kann entscheiden, wie sie ihre seltene Gabe einsetzen will. Wird sie ihr Land und die, die sie liebt, retten können?



Meine Meinung

Allgemein

Der Einstieg ist mir schon schwer gefallen. Man befindet sich in einer Welt mit erfundenen Namen für Gegenstände und andere Dinge. Man wird einfach hineingeschmießen, ohne irgendetwas erklärt zu bekommen und als Leser musste man sich fast alles selbst zusammenreimen. Das wurde dann ziemlich anstrengend, wenn man manches sogar erst nach der Hälfte des Buches komplett versteht.
Die Kapitel sind extrem kurz gehalten und in den Kapiteln selbst befinden sich noch mehrere Sichtwechsel. Total unvorteilhaft zu lesen. Man kommt gar nicht richtig an. Auch mit dem Namen der Protagonistin Charlotte hadere ich ein wenig. Der Name klingt für mich hochnäsig und arrogant und dadurch hat sich schon leicht ein Bild vor meinen Augen gefertigt, was aber nicht der Protagonistin gerecht wird.
Zuerst dachte ich, dass der Fokus in der Geschichte auf dieser Auswahl liegen wird. Darauf, dass Charlotte eine Gabe hat. Allerdings ist das irgendwie komplett unter den Tisch gefallen und die Hälfte des Buches ging es eher um die Suche nach Charlottes Eltern. Allerdings ohne Spannung, denn ich persönlich konnte mir denken, wer der Vater ist und einer der Protagonisten hat sehr zeitnah mit der Info rausgerückt, wo denn die Mutter ist und wer sie ist.
Spannung suchte ich allgemein vergeblich. Zwar passiert viel, aber alles läuft sehr glatt für die Protagonisten und alles ist sehr vorhersehbar. Es gibt nichts, was mich an das Buch gefesselt hat. Auch nicht am Ende. Die Gabe, die Charlotte hat, finde ich einfach etwas zu übertrieben. Sie ist unspektakulär und bedarf keiner Aufwendigkeit.

Charaktere

Wo soll man da anfangen.... es gab einfach viel zu viele. Die Bösen und die Guten und alle bleiben sie oberflächlich. Die Beweggründe sind nicht ganz klar oder nicht nachvollziehbar.
Ich habe schon gehadert, als ich gelesen habe, dass es um ein vierzehnjähriges Mädchen geht. Klar, gibt es viele Bücher mit Protagonisten in diesem Alter, aber die haben bereits alle eine harte Vergangenheit hinter sich und dadurch gelernt und gereift. Das hat mir bei Charlotte.... komplett gefehlt. Sie scheint mir naiv und unbedacht und es hat mir keinen Spaß gemacht, ihre Gedankengänge zu lesen.
Auch hatten sehr viele Charaktere zwei verschiedene Namen. Zum Beispiel den Namen der richtigen Eltern und der Name, der im sozialen Umfeld benutzt wird. Das empfand ich als mühsam. Immer dieses Umdenken, wer wer ist.

Schreibstil & Sichtweise

Die Kapitel waren extrem kurz gehalten und in diesen kurzen Kapiteln konnte man aus mindestens drei Sichtweisen lesen. Man kam nicht wirklich an, es war zu kurz.
Geschrieben wurde in der dritten Person aus den Sichtweisen von Charlotte, Fynn, Milan, der Dekan, uvm...

Cover & Titel

Endlich etwas positives! Das Cover finde ich, ist mal etwas anderes. Zurzeit sind die Meisten Cover gestaltet mit Gesichtern und Personen und so empfand ich dieses Cover als sehr angenehm. Auch die Farben des Flügels gefallen mir sehr gut. Den ledrigen, lilanen Hintergrund finde ich allerdings ein wenig stumpf.
Der Titel bezieht sich ziemlich genau auf den Inhalt. Viel falsch gemacht werden konnte da nicht.

Zitat

"Menschen, die nichts von Herzen begehrten, verabscheute Eisenhauer, denn sie waren nicht so leicht zu lenken." 
- Position 1474

Fazit

Mir konnte das Buch leider überhaupt nicht zusagen. Es kam keine Spannung auf, man konnte die Geschehnisse schon vorab sich erdenken und die Charaktere bleiben flach.


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