Sonntag, 10. Januar 2016

[Rezension] Olivia Miles - Winter in Briar Creek

Verlag: Egmont. LYX
Reihe: In sich abgeschlossen. Ein zweiter Band am 07.04
Seiten: 400
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt

Als Grace Maddison zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder das Haus ihrer Eltern betritt, glaubt sie erst, sich in der Tür geirrt zu haben: Ihre Mutter, die preisgekrönte Deko-Königin von Briar Creek, will Weihnachten einfach ausfallen lassen, und der geliebte Buchladen ihres Vaters ist nach dessen Tod völlig verwaist. In ihrem Heimatort scheint nichts mehr so zu sein wie früher. Doch dann begegnet sie Luke Hastings wieder, der ihre Gefühlswelt innerhalb von Sekunden völlig auf den Kopf stellt, als seien sie nicht Jahre voneinander getrennt gewesen …





Meine Meinung

Allgemein

Ich bin so ungefähr, wie die Protagonistin im Buch. Nur eben mit Büchern! Mir gefallen keine zeitgebundenen Bücher und der Protagonistin eben kein Weihnachten. Doch dieses Buch war anders. Dieses Buch konnte Gefühl vermitteln und hatte viel mehr zu bieten, als eine bloße Liebesgeschichte.
Der Alltag einer Familie in einem kleinen Dorf, mit denen viele sich ab einem gewissen Alter bestimmt identifizieren können.
Eigentlich will Grace ja gar nicht zurück, aber wenn ihre Familie sie doch so bittet, kann sie schlecht absagen. Nach Jahren kehrt sie also zurück in das Dorf, welches sie unter keinen Umständen auf eine längere Zeit wiedersehen wollte.
Doch als sie ankommt ist plötzlich alles ganz anders. Niemand ihrer Freunde und Bekannten scheint im Mindesten in Feierlaune zu sein und Grace hat alle Hände voll zu tun für ihre Familie da zu sein... Doch auch sie bleibt vom Schicksal nicht verschont und so läuft sie ihrer großen Liebe Luke im kleinen Dorf immer und immer wieder über den Weg. Eine Mischung aus Witz, Verletzung, Erinnerungen und tiefen Gefühlen.
Die Protagonisten verändern sich im Laufe der Geschichte. Den Prozess an sich fand ich sehr glaubwürdig dargestellt. Die Art des Denkens, des Überdenkens. Man lernt nie aus im Leben und so lernen das auch die beiden Erwachsenen Luke und Grace.
Das Ende war praktisch genau richtig für mich. Obwohl es kein direktes HappyEnd geben kann, da einige Geschehnisse einfach unumkehrbar sind, so finden doch viele ihren persönlichen Segen. Wie dieser aussieht? Lest selber!

Charaktere

Der Wandel der Charaktere waren sehr glaubwürdig und mich hat es gefreut sie durch unterschiedlichste Emotionen begleiten zu dürfen und mich von ihnen packen zu lassen.
Am liebsten mochte ich die Familie von Grace. Alle unterschiedlich und doch so gleich. Es gibt den Miesepeter, den Zusammenhalter, den Zuhörer. Allesamt authentisch dargestellt. Am Anfang war mein einziges Problem alle auseinander zu halten, da selbst die Mutter mit Vornamen angeredet wurde und alle so simple Namen hatten, das ich alle über den Haufen geworfen habe.
Auch Luke sagte mir auf Anhieb zu. Der verletzte Junge, der dachte, er hätte gelebt. Vor allem seine Mutter konnte mir einige Lacher hervorlocken.

Schreibstil & Sichtweise

Das Buch wurde versehen mit vielen Auf und Abs und vor allem Gefühlen. Der Schreibstil nimmt einen auf eine Entdeckungsreise und regt an über sich selbst nachzudenken.
Geschrieben wurde das Buch in der dritten Person aus den Sichten von Grace, Luke und Grace Schwester Jane.

Cover & Titel

Das Cover ist - passend zu Weihnachten - winterlich gestaltet. Das Paar soll die beiden Protagonisten darstellen.
Der Titel gefällt mir sehr gut. Er ist sehr schlicht gehalten und trotzdem aussagekräftig. Denn trotz einer Normalität, die auch zu Weihnachten herrschen kann, ist die Winterzeit eine magische Zeit.

Zitat

"Ihr Mund bildete eine dünne Linie. Das Dunkeln in ihren Augen war verschwunden. Aber selbst jetzt sah sie so wunderschön aus, dass er die ganze Nacht dastehen und sie anstarren wollte."
- Position 3619

Fazit

Ein herrlicher Winterroman, der einem das Herz erwärmt und zum Nachdenken anregt. Ich durfte ein paar gemütliche Stunden mit wunderbaren Charaktere und einer berührenden Geschichte verbringen.


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