Sonntag, 31. Januar 2016

[Rezension] Jennifer Alice Jager - Sinabell, Zeit der Magie

Verlag: Im.press (Carlsen)
Reihe: /
Seiten: 198
Kauf: Kindle 

Inhalt 

Es ist nicht leicht, eine von fünf Königstöchtern zu sein und kurz vor der Heiratssaison zu stehen. Statt nach Ehemännern Ausschau zu halten, streift Sinabell lieber durch die verwinkelten Gänge des Familienschlosses und verliert sich in den magischen Welten ihrer Bücher. Bis sie auf einem Ball dem jungen Prinzen Farin begegnet, der mit seinem zerzausten Haar und den Grübchen ihr Herz erobert. Doch ihr Vater entlarvt ihn als Prinz aus einem verfeindeten Königreich und wirft ihn ins Verlies. Um Farin vor dem sicheren Tod zu bewahren, muss Sinabell ihm helfen drei Aufgaben zu lösen und erkennt dabei, dass Magie nicht nur in Büchern existiert. Plötzlich findet sie sich in einer Welt aus wütenden Drachen, hinterlistigen Feen und sagenumwobenen Einhörnern wieder…


Meine Meinung

Allgemein

Das Buch stand von der ersten Sekunde an auf meiner Wunschliste. Einhörner, Märchen. Es klang alles nach dem perfekten Buch zum verzaubern und das hat es auch eine lange Zeit. Schon von Anfang an war ich gefesselt und habe das Buch regelrecht verschlungen. Der Schreibstil der Autorin ist wundervoll und die Geschichte durch und durch ein Klischee von magischen Geschichten. Was definitiv nicht negativ war.
Jedoch lag mein Problem dann tatsächlich am Umfang. Schon vorweg war ich skeptisch, da das Buch nicht einmal 200 Seiten hat. Die Geschichte ist sehr komplex und hat  Potenzial für mindestens 100 weitere Seiten. Mir haben die Ausführungen gefehlt. Der Hauptcharakter musste drei Aufgaben lösen, um einem bösen Schicksal zu entgehen. Doch die Aufgaben waren innerhalb von wenigen Seiten gelöst. Ohne wirkliche Komplikationen.
Auch das Ende hat stark nachgelassen. Die Magie, die das ganze Buch eingenommen hat, ist am Ende fast gänzlich verschwunden in einem zusammen gepressten Finale.

Charaktere

Die Charaktere gefielen mir sehr gut. Natürlich gab es die Bösen und die Guten und beide Seiten haben mich gleichermaßen überzeugt.
Sinabell hat nie wirklich Glück erfahren in ihrem Leben. Sie ist ungestüm und lässt sich nicht alles sagen. Und dann soll sie auch noch verheiratet werden! Doch dann nimmt das Schicksal seinen Lauf und Sinabell entdeckt eine Welt, über die sie nie zu träumen gewagt hat. Dort kommt ihre ruhige, mitfühlende Seite zum Vorschein.
Farin ist der Prinz, der zum ersten Mal wirkliche Gefühle in Sinabell loslöst. Auch ihn mochte ich die meiste Zeit. Doch am Ende kam ein Stück seines wirklichen Charakters zum Vorschein. Er fing an einem Einhorn böses antun zu wollen und die Szene hat meine Gefühle zu ihm stark verändert. Trotz der Liebe, die ihn dazu führt. Dennoch mochte ich ihn als Charakter.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist zum wegträumen. Fast das ganze Buch über ist man wie verzaubert und die Augen wandern nur so von Zeile zu Zeile. Die Autorin weiß auf jeden Fall umzugehen mit Wörtern.
Geschrieben wurde das Buch aus den Sichten von Sinabell und Farin in der dritten Person.

Cover & Titel

Der Inhalt ist genauso magisch gestaltet, wie es das Cover erhoffen lässt. Schon dieses lässt einen verzaubert zurück. Zwar finde ich Sinabell etwas dürr, doch ich persönlich mag es, eine erste Vorstellung vom Charakter zu haben.
Auch der Titel ist passend, denn das ganze Buch ist voll von Magie.

Zitat

"Unsicher hob sie den Kopf und sah dem Einhorn direkt in die Augen. Es war so leicht, sich darin zu verlieren. Ganze Welten verbargen sich im Funkeln der Pupillen, schwarz und tief wie die See. Sinabell ertrank darin, tauchte ein, wie sie sonst nur in Büchern, in Geschichten eintauchen konnte, und verlor sich."
- Position 482

Fazit

Ein wirklich schönes Buch für zwischendurch. Man kann sich leicht darin verlieren und hat es ruckzuck durch. Allerdings hatte das Buch ein wenig mehr Potenzial. Für die Geschichte, die in dem Buch verborgen ist, hatte es sehr wenig Seiten und das Ende verlor auch ein wenig an Magie.


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