Montag, 4. Januar 2016

[Rezension] Ira Severin - Lebkuchenküsse

Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: Einzelband
Seiten: 256
Kauf: Kindle - Gebunden

Inhalt

Was kann es Schlimmeres geben als Weihnachten? Nicht viel, glaubt Laura und fährt deswegen zur Adventszeit immer weit, weit weg von dem ganzen rührseligen Tamtam. Aber dieses Jahr wird alles anders: Sie muss ihre Mutter vertreten, die auf der verschneiten Schwäbischen Alb ein Café führt. Umgeben von Lebkuchen, Mistelzweigen und Pulverschnee wird Laura plötzlich doch warm ums Herz. Allerdings könnte das auch an Niklas liegen, dem ortsansässigen Hotelier mit einer Schwäche für Weihnachten - und für Laura.




Meine Meinung

Allgemein

Ohne viele Vorurteile bin ich an dieses Buch gegangen und war sogar relativ zügig damit durch. Es lies sich zügig lesen und hatte die bekannten Hoch- und Tiefpunkte einer Liebesgeschichte.
Die Idee: Weihnachtshasser im Anmarsch, doch Liebe ändert alles !
Durch besagte Abneigung der Protagonistin zu Weihnachten, war das Buch an einigen Stellen amüsant zu lesen. Die Autorin hat die Protagonistin Laura gut getroffen und ich konnte ihr den Weihnachtshass voll und ganz abkaufen.
Doch eine Frage zieht sich für mich durch das ganze Buch. Am Anfang stand geschrieben, dass sie Familie versucht Laura wieder umzustimmen. Sozusagen ein Undercoverplan und deshalb reist diese über Weihnachten zurück zu ihrer Familie. Die Mutter verbringt derweil ihre Zeit bei ihrem Freund. Doch es gibt gar keinen Plan. Ich hätte eine kleine Verschwörung der Familie, Freunde und Bekannten erwartet. "Zufälle", die Laura das Weihnachtsgefühl wieder nahe bringen. Doch Pustekuchen. Aufgepeppt mit Humor hätte dies die Geschichte bestimmt.
Auch gefehlt hat mir das tiefe Gefühl der Liebe. Natürlich fliegen sich die Protagonisten nicht sofort in die Arme und es entwickelt sich alles ganz in Ruhe. So, wie es mir gefällt. Doch wenn sich die beiden Näher kamen, dann war es einfach eine nett beschriebene Szene. Nicht mehr. Das Gefühl konnte mich leider nicht erreichen.

Charaktere

Die Charaktere gefielen mir soweit gut. Am liebsten mochte ich jedoch die Nebencharaktere, die viel Witz in die Geschichte brachten. Mit ihrem liebevollen und sorgsamen Verhalten konnten sie mir so einige Male das Herz erwärmen.
Auch über die Protagonisten habe ich gerne gelesen. Wie oben jedoch schon erwähnt kam mir zu wenig Gefühl auf.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und an vielen Stellen auch humorvoll. Oftmals jedoch nicht allzu tiefgründig. Dennoch schön zu lesen.
Geschrieben wurde das Buch in der dritten Person in den Sichten von Laura und Niklas und teilweise auch aus den Sichten von der Angestellten Kati und der Patentante Sonja.

Cover & Titel

Cover, sowie Titel passen hervorragend zum Inhalt und ich finde beides sehr süß. Schön ausgesucht! Von den Lebkuchen hört man im Buch nicht gerade wenig!.

Zitat

"Mit flinken Fingern faltete sie einen Vogel - keinen goldenen Stern, wie es der Jahreszeit entsprochen hätte, sondern ein Frühlingssymbol und ein Ausdruck ihres Wunsches, im übertragenden Sinne so bald wie möglich die Flügel auszubreiten und weit, weit fortzufliegen. Irgendwohin, wo sie ganz neu anfangen konnte, ohne schmerzliche Erinnerungen."
- Position 630

Fazit

Ein schönes Buch für kalte Kaminabende. Lässt sich zügig lesen und beinhaltet einige schöne Ideen. Jedoch fehlte mir das Gefühl an vielen Stellen und somit konnte mich das Buch nicht komplett erreichen.



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