Mittwoch, 27. Januar 2016

[Rezension] C.L. Wilson - Wenn der Sommer stirbt

Verlag: Bastei Lübbe
Reihe: Mystral, Band 2 von 2
Seiten: 416
Kauf: Kindle - Taschenbuch 

Inhalt 

Erst seit wenigen Wochen herrscht Frieden zwischen den Reichen Sommergrund und Winterfels, besiegelt durch die Ehe von Sommerprinzessin Chamsin und Wynter Atrialan, dem Winterkönig. Doch der Frieden währt nicht lange. Zu Beginn des Krieges hat Wynter das Eisherz, die Essenz eines dunklen Gottes, in sich aufgenommen. Und diese Magie droht nun, ihn zu verschlingen und in einen Todesgott zu verwandeln, eine Bedrohung, schlimmer als alles, dem sich Sommer- und Winterländer je gegenübersahen ...




Meine Meinung

Allgemein

Schon die erste Hälfte "Der Winter erwacht" hat mich fesseln können und nachdem ich es beendet hatte, musste ich sofort zu dieser zweiten Hälfte greifen. Und dabei musste ich merken: Die Autorin konnte noch eine Schippe oben drauf legen!
Aber Hälfte? Warum Hälfte? Im englischen sind die beiden deutschen Bücher eins und somit geschieht das große Finale auch erst in diesem Buch.
Die erste Hälfte von "Wenn der Sommer stirbt" war gewohnt unterhaltsam. Ich verfolgte gerne die Geschichte rund um Wynter und Chamsin und vor allem der neue Charakter Krysti ist mir rasend schnell ans Herz gewachsen. Endlich scheint alles ein weniger besser zu laufen und Chamsin sich einzugliedern, doch dann gelangt man zur Hälfte des Buches und alles ändert sich. Schon hier fängt das große Finale an und wird durch Szenen vorbereitet, die einem den Puls hochtreiben und die Augen über die Seiten rasen lassen. Die Beschreibungen der Autorin sind so lebhaft und man kauft jeden einzelnen Gedanken der Charaktere ab. Ab dieser Stelle konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Immer wenn ich dachte, es kann nicht mehr schlimmer kommen, wurde ich getäuscht und ab irgendeinem Punkt wusste ich gar nicht mehr, ob die Geschichte noch lösbar ist. Selbst auf den letzten Seiten hat mich diese Frage noch verfolgt.

Charaktere

Alle Charaktere waren so authentisch. Jeden Charakterzug, jede Tat, jedes Wort habe ich ihnen abgekauft und mit vielen habe ich eine Beziehung aufbauen können.
Vor allem Krysti hätte ich gerne in meinem richtigen Leben als Freund. Ein aufgeweckter Junge mit dem man viel Spaß haben kann, der jedoch beweist, dass er viel mehr kann, als nur zur Bespaßung da zu sein. Er ist ein kleiner Held und Beschützer.
Auch Wynter und Chamsin haben nichts von ihrem guten Eindruck aus dem ersten Teil eingebüßt. Vor allem Wynter wächst einem noch ein Stück mehr ans Herz, da er endlich mehr Zeit für Chamsin aufbringt. Und Chamsin? Chamsin kriegt endlich ihre Heldenrolle, die ich mir die ganze Zeit für sie gewünscht habe. Gekonnt lässt die Autorin Chamsins Macht über das Buch verteilt anwachsen. So kommt nicht das Gefühl auf, dass sie von jetzt auf gleich unbesiegbar ist, sondern man merkt, wie sie an ihren Aufgaben gewachsen ist.

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist fesselnd und überzeugend. Mit jeder Seite, jedem Wort, jedem Buchstaben, zieht es einen weiter in den Bann. Die Charaktere werden lebendig, Helden wirken menschlich.
Geschrieben wurde das Buch in der dritten Person aus der Sicht von Chamsin und Wynter.

Cover & Titel

Das Cover gefällt mir sehr gut. Zwar liebe ich mehr die frostige Seite des Wintercovers, doch zusammen mit dem Cover von Band 1 ergibt es ein sehr schönes Gesamtbild.
Der Titel ist passend, da Chamsin ein Stück ihrer Sommerseite wiederfindet, doch trotzdem für die Winterseite einsteht. Ebenfalls im Bezug auf ihre Familie ist der Titel gut gewählt.

Zitat

"Wenn ihr euch kleidet und gebt wie eine Fremde, dann solltet Ihr auch nicht überrascht sein, wenn ihr wie eine behandelt werdet." 
- Position 666

Fazit

Ich habe eine neue Autorin entdeckt! Für mich war dieses Buch ein Meisterwerk und ich kann es nur weiterempfehlen. Würde ich mehr als fünf Pandas vergeben, würde ich das tun. Lebhafte Charakter, Spannung ohne Ende und ein einziges Gefühlschaos.


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