Donnerstag, 8. Oktober 2015

[Rezension] Jennifer Wolf - Die Auserwählten der Jahreszeiten, Morgentau

Verlag: Impress
Seiten: 272
Reihe: Die Auserwählte der Jahreszeiten, Band 1 von derzeit 2
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt

Die Erde liegt unter einer dicken Schneedecke, Eis und Kälte herrschen
überall. Nur noch ein kleiner Landfleck ist bewohnbar, wo die Erdgöttin Gaia die letzten ahnungslosen Menschen angesiedelt hat. Hier lebt auch Maya Jasmine Morgentau, eine der göttlichen Hüterinnen. Alle hundert Jahre wird unter ihnen eine Auserwählte dazu bestimmt, das Gleichgewicht der Natur aufrechtzuerhalten. Sie darf die vier besonderen Söhne der Gaia kennenlernen, den Frühling, den Sommer, den Herbst und den Winter. Für einen muss sie sich entscheiden und sich ein Jahrhundert an ihn binden. Doch jeder der Söhne hat seine Stärken und Schwächen. Sollte Maya die Auserwählte werden, für wen würde sie ihr Leben hergeben?

Meine Meinung

Allgemein

Welch ein wundervoller und zum träumen gedachter Auftakt einer Reihe! Zuerst war die Reihe ja als Einzelband gedacht, doch ich bin froh, das es eine Fortsetzung gibt. 
Die Idee an sich hat mir schon extrem gut gefallen und die Umsetzung umso mehr. 
Man wird gut in die verschiedenen Welten eingeführt. Die Erde wird hierbei als "wie damals" beschrieben. Es gibt nur noch einen bestimmten Bereich, wo gewohnt werden darf und dieser Bereich ist unterteilt. Einmal in den Ort, indem nur Mädchen wohnen dürfen, da sie auf die Auswahl vorbereitet werden und dann der Ort Hemera, indem die Arbeiter wohnen. Von Hemera bekommt man mehr in Band 2 mit. 
Frisch ausgewählt landet die Protagonistin Maya in Gaias Reich. Sie ist wundervoll mit Fantasy gestaltet. Nichts ist, wie bei Maya auf der Erde. Man bekommt richtig ein Gefühl, in welch schöner Welt die Jahreszeiten und die Mutter aller Dinge Gaia leben. 
Doch trotz dieser Entführung in diese fantasievolle Welt, lässt die Autorin nicht zu kurz kommen, das dafür auch gearbeitet werden muss. Die Jahreszeiten müssen funktionieren. Doch jedesmal kommt die Liebe der Mutter nicht zu kurz und das Buch war einfach ein Auf und Ab meiner Gefühle. 
Vor allem, als Maya sich dann in den Winter verliebt! Der eiskalte Winter, der jahrhundertelang alleine war und Angst vor Verletzungen hat. An solchen Stellen, wo sich Maya und Nevis - der Winter - uneinig sind, trieben mir oft genug die Tränen in die Augen. Es war so verdammt aufwühlend!
Das Ende hat mich zwiegespalten. Auf der einen Seite konnte ich mit jeder Faser Gaias Meinung verstehen und mich hat es mitgenommen, wie viel sie für ihre Söhne tut, ohne das sie davon wissen dürfen. Andererseits hätte ich mir natürlich ein komplettes HappyEnd gewünscht. Mit der Lösung war ich letzten Endes aber doch zufrieden. 

Charaktere

Die Autorin hat sich viel Zeit mit den Charakteren genommen und viel Liebe hinein gesteckt hat. Als Maya sich jedoch jede Jahreszeit angucken durfte, kamen der Frühling (Aviv) und der Sommer (Sol) deutlich zu kurz. Hauptsächlich drehte sich natürlich alles um den Herbst und den Winter und trotzdem hätte ich mir mehr gewünscht. Die Wahl der Namen haben mir übrigens auch sehr zugesagt! 
Jede Herbstzeit hat natürlich auch ihre Charaktereigenschaften. So ist der Frühling verspielt, der Sommer ein wenig eingebildet, der Herbst liebevoll und der Winter zurückweisend. Dies wurde sehr schön umgesetzt!

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Die wichtigen Stellen wurden ausführlich beschrieben und emotional war das Buch ein absoluter Höhepunkt. Wie bereits erwähnt: Mir kamen von Zeit zu Zeit die Tränen. 
Geschrieben wurde das Buch aus der Sicht von Maya in der Ich-Perspektive. 

Cover & Titel

Das Cover ist wunderschön! Und es hat mich ganz schön in die irre geleitet. Durch das Cover hätte ich eine andere Wahl Mayas erwartet, aber gen Ende erfüllte sich für mich auch die Bedeutung der Kirschblüten für mich.

Zitat 

"Liebe ist zügellos, ungestüm und sehr eigenwillig. Zu versuchen sie zu erklären, wäre Blasphemie. Eine Macht, die nicht einmal eine Göttin zu lenken versteht, sollte man niemals unterschätzen oder sich ihr gar verwehren." 
- Position 1678

Fazit

Das Buch hat mich von Anfang bis Ende überzeugt. Zwar waren viele Stellen viel zu kurz, doch trotzdem intensiv. Das Buch hat meine Gefühle fest in der Hand gehalten und die liebevolle Umsetzung der Charaktere und Orte enden in vollen fünf Pandas. 

 

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