Sonntag, 22. Februar 2015

[Rezension] Jojo Moyes - Ein Bild von dir

Verlag: Rowohlt Polaris
Seiten: 539 - Broschiert
Reihe: Hauptgeschichte zu "Die Tage in Paris"
Kauf: Broschiert - Kindle - Hörbuch Download - Audio CD

Inhalt

Während um sie herum der Erste Weltkrieg tobt, versucht Sophie stark zu sein - für ihre Familie, für ihren Mann Édouard, der auf Seiten Frankreichs kämpft. Nur ein Gemälde ist ihr geblieben, das sie an ihr gemeinsames Glück erinnert. Ein Porträt, dass Édouard von ihr malte. Und das ihn jetzt retten soll ...

Hundert Jahre später. Liv trauert um ihren Mann David. Vor vier Jahren ist er gestorben, viel zu früh. Livs kostbarster Besitz: ein Gemälde, das er ihr einst schenkte. Der Maler: Édouard. Das Modell: Sophie. Als ihr dieses Gemälde genommen werden soll, ist sie bereit, alles zu opfern. Auch das eigene Glück.

Meine Meinung

Allgemein

Nachdem ich schon viel von Jojo Moyes gehört habe, habe ich nun auch zu einem ihrer Bücher gegriffen und habe es nicht bereut ! Das Buch war sehr durchdacht und auf eine ganz neue Art und Weise aufgebaut. Denn es handelt um das Leben einer ganz normalen Frau im ersten Weltkrieg und welche Auswirkungen diese ganz normale Frau auf ein Leben 90 Jahre später hat. Verbunden durch ein Bild.

Charaktere

Sophie ist das Mädchen aus der Weltkriegszeit. Schon in der Vorgeschichte "Die Tage in Paris" sticht ihr eigener Charakter heraus. In einer Zeit, wo sich jeder den Soldaten beugt, verliert sie nie ihren Wunsch aus den Augen: Ihren Mann wiederzusehen. Sie möchte sich selbst nicht verlieren und trotzdem nicht zu sehr auffallen. Sie ist durchdacht und verliert nie den Glauben. Eine Starke Persönlichkeit.
Um ihrem Wunsch nachzugehen fasst sie Vertrauen in einen Soldaten der anderen Seite. Der Kommandant weist auf, was zu der Zeit keiner zu Glauben vermag: Jeder Mensch ist gleich. Zeigt er sich nach Außen in der Rolle, die von ihm verlangt wird, so hat er nach Innen doch dieselben Gefühle wie andere auch. Er verkörpert den Wunsch nach Frieden in jedem.
Liv ist das Mädchen aus der heutigen Zeit. Sie ähnelt Sophie, denn auch sie hat ihren Mann verloren und klammert an ihrem wertvollsten seelischen Besitz: Das Bild aus damaliger Zeit. Auch sie kämpft mit allen Mitteln um diesen Besitz und schert sich nicht um die Meinung anderer. Sie verliert ihren Glauben in das was sie tut nie.

Sichtweise & Schreibstil

Der Schreibstil ist an die jweiligen Jahre angepasst. Man bemerkt gut den Unterschied zwischen dem modernen und dem altmodischen. Die Sichtweisen tragen hierzu passend bei. Im ersten Teil wurde aus der Sicht von Sophie in der Ich-Perspektive geschrieben. Dadurch wird die tragische Weltkriegsgeschichte sehr emotional und die Bedeutung des Bildes sticht somit heraus.
Im zweiten Teil gibt es mehrere Sichten. Hauptsächlich wurde aus der Sicht von Liv geschrieben, welche das Bild besitzt. Ab einem bestimmten Zeitpunkt wechselt die Sicht von Zeit zu Zeit zu Paul, welcher das Bild zurück zu den rechtmäßigen Erben bringen möchte. Zwischendurch wird immer wieder zu Sophie gewechselt, um ihre Geschichte weiter zu erzählen. Wodurch die Spannung sie wie ein Faden durch das ganze Buch zieht. Gegen Ende wird auch ein paar Mal aus der Sicht von Pauls Bruder Greg geschrieben.

Cover & Titel

Das Cover zeigt vermutlich Sophie und den einzigen Halt, welchen sie zu damaligen Zeiten hatte: Briefe von ihrem Mann. Sie steht Abseits vom Dorf, denn sie ist nicht wie der Rest und sie hat ihre eigenen Vorstellungen und Wünsche. Um sie herum Vögel, die in Freiheit fliegen.
Der Titel ist passend gewählt, denn in erster Linie geht es um das Andenken von Sophies Mann: Ein Bild von ihr und wie es Jahrzehnte später noch bedeutend ist.

Zitat

"Er hat Leid gesehen, das wie ein kostbares Erbe durch die Zeit getragen wird und unübersehbar in die Gesichter derjenigen eingeprägt ist, die übrig geblieben sind. - Seite 291

Fazit

Eine sehr durchdachte Geschichte, mit einer Story der etwas anderen Art. Zusätzlich noch ein wunderbarer Sprachstil. Da gebe ich gerne volle Punktzahl !


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