Donnerstag, 13. November 2014

[Rezension] Maggie Stiefvater - Ruht das Licht (2)

 ! Dies ist Band 2 ! 

Verlag: Script5
Seiten: 397 - Hardcover

Inhalt

Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr.
Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: vergessen. Vergessen, wer er ist. Trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen.
Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahren und Grace hält nur noch die Liebe zum ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird.

Meine Meinung 

Allgemeines

Dieses Buch ist definitiv ein würdiger Nachvollger von "Nach dem Sommer."
Das Buch geht eigentlich sehr ruhig los, so dass man einen guten Einstieg hat. Im Laufe nehmen jedoch die Probleme immer weiter zu und man denkt, dass es gar keinen guten Ausweg mehr geben wird.
Unterscheiden tut sich dieser Band zum ersten alleine schon in dem Fall, dass zwei neue Sichtweisen hinzugefügt wurden. Einmal Isabel, mit der sich Grace ja schon im ersten Band ein wenig angefreundet hat. Und Cole seine Sichtweise. Einer der neuen Wölfe, die Beck gegen Ende von Band 1 verwandelt hat.
Allgemein finde ich das Buch komplexer als den ersten. Die Grundideen sind sehr gut, doch dann taucht in Band zwei Cole auf. Der jüngste kluge Kopf seiner Familie und wirft jegliche Vermutungen über das Verwandeln der Wölfe über den Haufen. Es ist nicht einfach nur eine Liebesgeschichte, den es stecken sehr viele Hintergedanken in diesem Buch.

Personen/Geschichte um die Personen

Cole ist eine Person der gegenüber ich gemischte Gefühle habe. Er ist eine Art Isabel. Man weiß nicht, was man von ihm halten soll. Er scheint sehr abweisend zu sein und ziemlich egoistisch, doch gegen Ende des Buches kommt auch eine mitfühlende Seite zum Vorschein, welche zwar zwischendurch immer mal aufgezeigt wird, doch konnte ich persönlich es ihm nie abkaufen.

Auch auf Isabel wird diesmal mehr Licht geworfen. Doch ist sie mir immer noch so fern wie im ersten Band. Man merkt, dass bei ihr alles nur Fassade ist, vor allem als Cole in ihr Leben tritt und ihre Gefühle aufwühlt, doch hatte ich als Leser das Gefühl ihr nur vor den Kopf schauen zu können und nicht in ihr Innerstes.

Auch die Liebesgeschichte zwischen Sam und Grace geht weiter. Etwas typisches passiert in dem Buch und zwar, dass die Liebe auch Unvernunft heißen kann. Den Grace' Eltern sind partout gegen eine Beziehung zwischen den beiden, weshalb auch öfter die Fetzen fliegen und es soweit geht, dass Grace letzten Endes ihren eigenen Weg geht und abhaut. Ihren Eltern scheint es nur um die verbotene Beziehung der beiden zu gehen, wobei sie übersehen, wie schlecht es Grace eigentlich geht. Den sie wird von den Wölfen gerufen und ihr Körper wehrt sich mit allen möglichen Formen gegen eine Verwandlung. Auch das finde ich sehr schön dargestellt, da es schleichend kommt und nicht von jetzt auf gleich. Außerdem gibt es eine Szene, in der Grace den Wölfen näher kommt und die Wölfe haben einen Grund, was ich sehr schön finde. Normalerweise sind solche Sachen in Büchern immer "unerklärbar." Das Mädchen, dass mit den Wölfen redet, doch hier ist es anders.

Sichtweisen

Wie oben schon erwähnt, sind in diesem Buch vier verschiedene Sichtweisen zu lesen, welche ich schön unterteilt finde.
Einmal gibt es die beiden Seiten von Isabel und Cole. Sind beide alleine ist es eher eine gedrückt Stimmung und viel Gefühlsbewältigung, doch kaum sind die beiden zusammen fangen diese Kapitel an eine auflockernde Seite zu haben. Durch Coles lockere Art und Isabels direkte und bissige Art bringen die beiden einen Pepp in das Buch. Währenddessen es bei Grace und Sam eher nur bedrückend ist. Beide haben mit eigenen Probleme zu helfen und auch wenn sie zusammenfinden und sich gegenseitig halten können stehen doch immer die Gedanken beider im Weg.

Cover

Auch das Cover ist wieder einmal sehr schön gespalten. Wieder ist es innen scharf und nach außen hin etwas unscharf, was mich wieder an die Geheimnisse erinnert, welche sich um das Bild in der Mitte ranken: Die Verbindung zwischen Wolf und Mensch.
Diesmal sehe ich Grace als Wolf und Sam als Menschen auf dem Cover an. Und auch die Farbe finde ich schön gewählt, da es im Buch um die Verwandlung von Grace zum Wolf geht und das im Winter (blau, eisig, frostig) geschieht und auch die Stimmung im Buch eher angespannt / frostig ist.

Zitat

"Die meisten Menschen besaßen eine Art erworbene Schönheit - je länger man sie kannte und je lieber man sie mochte, desto besser sahen sie aus"


Fazit

Ein sehr schöner zweiter Teil, der mich gegen Ende fast zum weinen gebracht hat. Den ersten hatte ich ohne Tränen überstanden, im Zweiten kamen sie zum Vorschein und ich hoffe, dass der Dritte sie aus mir heraus locken wird. Ich bin gespannt.


Hier geht es zu Band 1

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