Mittwoch, 22. Oktober 2014

[Rezension] Maggie Stiefvater - Nach dem Sommer

Verlag: Scipt5
Seiten: 423 - gebunden

Inhalt

Jeden Winter wartet Grace darauf, dass die Wölfe in die Wälder von Mercy Falls zurückkehren - und mit ihnen der Wolf mit den goldenen Augen. Ihr Wolf.
Ganz in der Nähe und doch unerreichbar für sie, lebt Sam ein zerrissenes Leben: In der Geborgenheit seines Wolfsrudels trotzt er Eis, Kälte und Schnee, bis die Wärme des Sommers ihn von seiner Wolfsgestalt befreit. In den wenigen kostbaren Monaten als mensch beobachtet er Grace von fern, ohne sie jemals anzusprechen - bevor die Kälte ihn wieder in seine andere Gestalt zwingt.
Doch in diesem Jahr ist alles anders: Sam weiß, dass es sein letzter Sommer als Mensch sein wird. Es ist September, als Grace den Jungen mit dem bernsteinfarbenden Blick erkennt und sich verliebt. Doch jeder Tag, der vergeht, bringt den Winter näher - und mit ihm den endgültigen Abschied.

Meine Meinung

Diese Trilogie habe ich gekauft, nachdem viele positiven Meinungen an mein Ohr gelangt sind und bereuen tue ich es definitiv nicht !

Am Anfang bin ich nicht ganz so schnell warm geworden. Es war ein sehr schneller Einstieg und mich hat es gestört, dass immer nur aus Grace Sicht geschrieben wurde, da mich die Sicht der Wölfe auch sehr interessiert hätte. Auch haben mich die Gradzahlen unter den Kapiteln etwas verwirrt. Man konnte es sich durch den Klappentext und die Handlungen dann denken, aber ich finde es war eher ein schöner Nebeneffekt zur Vorstellungskraft.

Gut gefallen haben mir zum einen die kurzen Kapitel. Durch die Kürze denkt man immer: "Ein Kapitel geht noch" und so ist man ruckzuck durch.
Auch die Charaktere sind mir schnell ans Herz gewachsen. Sie werden im Buch sehr normal dargestellt. Sie das Mädchen, was schnell erwachsen geworden ist, da die Eltern immer weg sind und er derjenige der seinem Ziel folgt, koste es was es wolle. Als sich beide kennen lernen fängt ein Großteil des Buches an sich nur um die perfekte Liebe zu kümmern. Auch wenn sie wissen, sie sind füreinander bestimmt, gibt es trotzdem die normalen Liebesprobleme:
Will sie jetzt geküsst werden ?
Sollte ich das machen oder geht alles zu schnell ?
Und über das ganze Grübeln wird die ein oder andere Chance verpasst.

Was mich etwas ins Grübeln gebracht hat war die Aussagen, welche man überall hört: Die größte Angst verleiht einem Bärenkräfte. Sam hat ein dunkles Geheimnis und eine panische Angst vor Badewannen. Als es zu der Situation kam sich der Angst stellen zu müssen ist er jedoch schwach geworden. Er hat sich verwandelt, war also schon großen Schmerzen ausgesetzt. Trotzdem fand ich das die ganze Situation sich viel zu einfach abgespielt hat.

In dem Buch gab es viele Momente, wo man schmunzeln musste und es wird wieder deutlich, dass Menschen nicht durchschaubar sind und manchmal einen ganz anderen Charakter haben als sie zeigen.
Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Es kam nochmal Spannung auf. Die Liebe stand weiterhin im Vordergrund, doch das fällt diesmal gar nicht so auf. Es war ein auf und ab von einem Lächeln auf den Lippen und der Träne im Auge.

Abschließend noch kurz zu dem Cover, was ich sehr schön gestaltet finde. In den Vordergrund rückt das kleine Bild mit dem Wolf und dem Mensch. Durch das Herz dazwischen zeigt es sofort die Verbundenheit. Um die beiden herum sind viele Äste, welche immer unschärfer werden, was mir zeigt, dass sehr viele unklare Dinge noch um beide herrschen.

Zitat 


"Wenn Grace und ich Gegenstände wären, dachte ich, dann wäre sie eine Hightechdigitaluhr, technische Perfektion, synchronisiert mit der Londoner Weltzeituhr, ich aber wäre eine Schneekugel - durcheinandergewirbelte Erinnerungen in einer Kugel aus Glas."

Fazit

Das Buch hat mir sehr gut gefallen, da trotz der ganzen Liebesgeschichte trotzdem noch Spannung aufkommt und die Autorin einen sehr angenehmen und schönen Schreibstil, wodurch man öfter auch schmunzeln musste. Jedoch empfehle ich es keinen weiter, der mit Liebesklischees so gar nichts anfangen kann.




Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen