Donnerstag, 23. Februar 2017

[Top Ten Thursday] #17 Zehn Serien aus deiner Kindheit/Jugend


Huhu ihr Lieben!

Nach langer Zeit bin ich mal wieder bei einem Top Ten Thursday dabei und diesmal mit einem wunderschönen Thema: 10 TV-Serien aus deiner Kindheit/Jugend.
Heute noch schalte ich manchmal auf Kindersender um und was dort mittlerweile läuft, schockiert mich. Natürlich gibt es noch ein paar der alten Serien, die neuen jedoch gefallen mir überhaupt nicht mehr. Oft übermitteln sie für mich keine Werte mehr und auch der Zeichenstil ist schrecklich geworden. Beziehungsweise alles animiert nun. Wenn ich sehe, wie beispielsweise Heidi umgeändert wurde, kommt es mir wortwörtlich aus dem Magen wieder hoch...
Ich könnte jetzt Unmengen mehr Serien nennen, aber hier meine Top 10:


Der erste Schwung meiner Kindheitsserien!
"Yakari" ist eine Serie, die relativ neu ist. Ich habe sie nicht lange gesehen, aber dafür innig geliebt. Soweit ich weiß, läuft sie heute noch. Ich liebe ja alles mit Tieren und mit diesen zu sprechen... wer möchte das nicht?
"Beutolomäus" lief immer um Weihnachten rum, denn er ist der Weihnachtssack vom Weihnachtsmann. Ich fand die Abenteuer immer spannend und den Sack unheimlich lustig. Ob ich das jetzt genauso sehen würde?
"Wissen macht Ah!", wer kennt es nicht? Die Fragen, die dort beantwortet wurden, fand ich immer spannend. Es war Pflichtprogramm am Abend, auch meine Mutter saß da gerne neben mir. Ich fand es bei weitem besser, als beispielsweise "Willi will's wissen".
Und dann ist da noch der "Regenbogenfisch". Immer bunt und hübsch, so frööööööööhlich.... ^-^


"Marcelino" ist wie Yakari eine Serie, die erst in meiner späteren Kindheit anfing. Vermutlich waren kleine Kinder, die mit Tieren sprechen zu der Zeit im Trend *lach* Ich fand Marcelino super süß und habe das Intro geliebt... Hört es euch gerne mal hier an.
"Die Sendung mit der Maus" kennt ja wohl jeder. Ich hatte damals ein Buch mit einem Spiel drin, das meine Mutter immer mit mir spielen musste. Aber Ente und vor allem Elefant war immer cooler, als die Maus. Wäre ich heute ein Kind, würde ich wohl immer "Die Sendung mit dem Elefanten" anschauen.
"Die Mumins" sind schon etwas älter. Ich habe sogar ein Buch zuhause rumstehen, dass sich selbst mein viel älterer Brüder noch gerne ausleiht. Sie waren einfach Zucker!
Und dann ist da noch die "Sesamstraße". Auch hier habe ich die weniger beliebten Charaktere toller gefunden. Ich musste mich beim Sesamstraßen-Mensch-Ärger-Dich-Nicht auch nie um die Figur kloppen. Meine Mutter wollte immer Oskar, "Die Tonne", während ich natürlich das Cookie-Monster wollte! :D



Hier habe ich euch mal ein vorher/nachher Bild von der Sendung "Heidi" eingefügt.... Ist die Sendung gezeichnet nicht viel schöner? Ich hatte Ende letzten Jahres mal eine neue Heidi-Episode geschaut, konnte aber nicht lange dran bleiben... diese "moderne" Sprechweise und der Stil... nein, danke.
Dann ist zu guter letzt noch "Löwenzahn". Auch wenn er Kinder vielleicht nicht geliebt hat - das sei mal dahin gestellt - die Serie war einfach interessant. Und als mein erstes Computerspiel hat es auch viel, viel Spaß gemacht!

Zu den "Sandmännchen"-Zuschauern habe ich übrigens so gut wie nie gehört. Entweder schlafe ich deshalb wohl so schlecht ein, oder so lange, wenn ich es denn schaffe. Mysteriös...
So, jetzt bin ich aber gespannt, was ihr in eurer Kindheit so gesehen habt! Trotz weniger Jahre, sind ja oftmals große Unterschiede dabei. Ich bin neugierig und gespannt!


Mittwoch, 22. Februar 2017

[Rezension] Ann-Kathrin Wolf

Verlag: Carlsen Impress
Reihe: Märchenherz, Band 1 von 3
Seiten: 312
Kauf: Kindle

Inhalt 

Mit dem Auftauchen des ungewöhnlich jungen und viel zu attraktiven Referendars William Grimm an ihrer Schule scheint das Leben der 17-jährigen Alexandra White auf einen Schlag ein anderes zu werden. Nicht genug, dass ihre Großmutter als Märchenerzählerin arbeitet und Alexandra dank ihrer blassen Haut »Schneewittchen« genannt wird, auf einmal verfolgen sie die Erzählungen bis in den Unterrichtsstoff hinein – und darüber hinaus. Denn wer sind die Zwillinge Lukas und Gabrielle, die auch neu an ihrer Schule sind? Und warum riecht es plötzlich überall nach Wolf? Ehe sich Alexandra versieht, befindet sie sich in ihrem eigenen Märchen, nur ist das Happy End noch lange nicht in Sicht…


Meine Meinung


Geschichte

In dem ersten Teil der Märchenherz-Reihe geht es um Alex, die besondere Gene trägt. Sie selbst weiß von diesen nicht, doch zu ihrem 18. Geburtstag soll sich alles ändern und sie kann nicht mehr davon laufen.
Das klingt im ersten Moment ein wenig klischeehaft, doch für mich ist der springende Punkt immer der, wie der Autor die klischeehafte Idee umsetzt. Und mit der Umsetzung war ich zufrieden.
Das Buch spezialisiert sich nicht auf ein Märchen, weshalb man nur bedingt von einer Adaption sprechen kann. In erster Linie geht es um Gene, die selbst für mich überraschend und fragwürdig erschienen, selbst als großer Fan von High-Fantasy-Welten, in denen nichts unmöglich ist. Doch ich habe mich schnell an den Gedanken gewöhnt und konnte die Idee genießen.
Das ganze Buch über werden einem schnitzeljagdtartig Schnipsel an Informationen gegeben, die sich erst am Ende zum großen Ganzen zusammensetzen. So wurde einem weder langweilig, noch blieb die Spannung aus.
Getoppt wurde dies dann von Charakteren, die sich umschleichen, doch der Leser weiß nicht, wer der bösen und wer der guten Seite angehört.
Das Ende war durch und durch spannend. Ich fand zwar die Beziehungen, die zum Vorschein kamen, etwas fragwürdig, doch eher aufgrund moralischer Gründe und nicht der Logik halber. Jeder Charakter - ob normal oder besonders - nahm seine Rolle ein und man fieberte um die Leben seiner Liebgewordenen. Ein tolles, in sich abgeschlossenes Finale, was neugierig auf mehr macht - auch ohne Cliffhanger.

Charaktere

Alex und ihre beste Freundin Lilly sind zwei ganz normale Mädchen, mit der sich vermutlich ein Großteil der Leserschaft identifizieren könnte. Alex lebt mit ihrer Großmutter zusammen, die immer herzlich und liebevoll auf mich gewirkt hat. Der großmütterliche Charakterzug kam wunderbar zum Vorschein.
Obwohl Lilly nur eine Freundin ist, die meistens in Büchern später untergehen, nimmt sie eine große Rolle im Buch ein und das gefiel mir sehr.
Dann gibt es noch Lukas und Will, um die sich meine ganzen Gedanken drehten. Wer ist der Gute, wer der Böse? Sind beide beides? Eine lange Zeit blieb es für mich spannend.

Schreibstil & Sichtweise

Flüssig geleitet ein spannender Schreibstil einen durch das Buch. Geheimnisvoll, nie zu viel oder zu wenig. Zudem konnte ich detailreiche Beschreibungen genießen, die mich in eine andere Welt beförderten.
Geschrieben wurde das Buch in der dritten Person aus der Sicht von Alex. Ab und zu wird jedoch aus der Sichtweise eines Wolfes geschrieben, der einem Rätsel auferlegt, wer dieser den sein könnte und wie er in die Geschichte passt.

Cover & Titel

Das Cover zeigt Alex, auf dessen Aussehen während des Buches noch näher eingegangen wird. Eine weitere Person auf einem Cover, wie es eben so im Trend ist. Umgeben wird Alex von Schneeflocken, die passend zur Jahreszeit im Buch ist. Passend also, dennoch kein individueller Eye-Catcher.
Der Titel wurde passend zum adaptierten Märchen gewählt. Jedenfalls diesem, um das es in erster Linie geht und Alex auszeichnet.

Zitat



"Die Stille, die sie empfing, war Balsam für sie. Niemand war da. Nur zahlreiche Bücher, die sie weder blöd von der Seite anquatschten noch hinter ihrem Rück tuschelten." 
Position 465

Fazit

Ein toller Auftakt, der mit viel Spannung und Unvorhersehbarkeit punkten kann. Man sollte auf jeden Fall nicht ein spezifiziertes, adaptiertes Märchen erwarten, denn hier werden mehrere auf einmal eingebunden. Die Mischung ist gelungen und ist mir positiv aufgefallen.


Montag, 20. Februar 2017

[Rezension] Rebecca Wild - 1001 Kuss, Djinnrache

Verlag: Carlsen Impress
Reihe: 1001 Kuss, Band 2
Seiten: 252
Kauf: Kindle

Inhalt

Seitdem die Piratentochter Rani Jaal aus seinem magischen Gefängnis befreit hat, weicht der Djinn mit den goldenen Augen nicht mehr von ihrer Seite. Gemeinsam durchstreifen sie die Meere und Rani genießt die besondere Nähe und Vertrautheit zwischen ihnen. Gefühle, die ihr vor einigen Monaten noch undenkbar schienen, schließlich hat sie schon früh gelernt, dass die Djinn ein gefährliches Volk sind – und ein grausames! Während Rani sich in Sicherheit wiegt, fürchtet Jaal insgeheim die Rache seiner Brüder und Schwestern, denn nie könnten die Djinn eine Liebe zwischen einem der ihren und einem einfachen Menschenmädchen dulden...


Meine Meinung

Geschichte

Die Autorin hat sich mal wieder selbst übertroffen. Da ihre Bücher oft in sich abgeschlossen sind, hatte ich keine minimale Idee, was in einer Fortsetzung passieren könnte. Ich habe mich einfach gefreut, dass die Geschichte mit Rani und Jaal weitergeht, wo sie doch gerade erst begonnen hat. Doch was ich dann lesen durfte, hat mich von Anfang bis Ende fasziniert.
Die Geschichte lebt von ihrer Spannung. Gefühlt gab es keine Seite, au der nicht etwas geschehen ist. Natürlich liegt das auch an der Länge des Buches, doch hatte ich nie das Gefühl, durch das Buch zu hetzen. Gerade am Ende hatte ich Angst, dass das Finale gehetzt wirken würde. Trotz der Kürze wurden jedoch Hindernisse und Komplikationen geschickt eingebaut.
Auch die Liebesgeschichten in dem Buch haben mich fasziniert. Zum einen sind da natürlich Rani und Jaal, die hart um ihre Liebe kämpfen. Diese wirkt nicht schnulzig und wird geschickt in die Geschichte eingewebt. Seicht plätschert sie durch das Buch und zieht einen unmerkbar mit, ohne das ganze Buch einzunehmen.
Auch eine zweite Liebesgeschichte wird uns geboten und zwar ganz nach meinem Geschmack: Sie entwickelt sich langsam und ist keine überstürzte "Erster-Blick"-Liebe.

Charaktere

Rani, die Piratenbraut. Dickköpfig und doch überlegt, wird sie von den Männern auf dem Schiff mehr als nur akzeptiert. Sie gehört vollends zum Team - zu dem Säbelschwingenden. Ich liebe ihre überdachte Art. Einerseits hegt sie männliche Leidenschaften und hat männliche Charakterzüge, die sie nach außen ausstrahlt. Andererseits sind da ihre Gefühle zu dem Djinn und ihr Helfersyndrom, welche trotz allem ihre weibliche Seite zur Schau stellen.
Besonders Jaal fand ich diesmal gelungen. Man merkt sein mächtiges Djinnwesen in seinen beiden Formen, die er während des Buches erhält. Die Denkweise, die seiner Natur gerecht wird und sich trotzdem zwangsläufig ändert... Der Unterschied ist deutlich. Sehr gelungen!
Dann möchte ich noch Devra hervorheben. Ich habe sie geliebt. Ihr sturrsinniger Charakter und die Art, wie sie andren einfach auf der Nase herumtanzt, herrlich!
Hier wurden definitiv einzigartige Charaktere ganz nach meinem Geschmack erschaffen!

Schreibstil & Sichtweise

Der Schreibstil ist locker, leicht und abwechslungsreich. Man kann sich die Szenerie gut vorstellen. Fokussiert ist der Schreibstil wohl an den Gedanken und Gefühlen der Protagonisten, da diese am intensivsten erscheinen und direkt ins Herz gehen.
Geschrieben wurde das Buch in erster Linie aus Ranis, Kazims und Devras Sicht in der dritten Person. Jedoch wird zwischendurch auch mal kurz aus anderen Sichten berichtet (zB.: Jaal).

Cover & Titel

Ich liebe das Cover in blau noch viel mehr, als das vorige. Erneut ist Rani zu sehen mit ihrem Piratenblick und dem Nasenpiercing, was definitiv zu ihr passt. Am Meisten ziehen mich die Verschnörkelungen an der Spitze des Covers in den Bann. Ich liebe sie. Das Cover beinhaltet jetzt keine speziellen Geheimnisse aus dem Buch, doch ist es wunderschön.
Auch der Titel "Djinnrache" passt perfekt, doch möchte ich hier nicht spoilern. Lasst euch überraschen!

Zitat

" >Du bist verzweifelt. Das ist noch viel schlimmer als Einfalt< "

- Position 2375

Fazit

Das Buch punktet durch eine Spannung, die einen von Seite 1 an nicht mehr loslässt. Die Charaktere wachsen einen ans Herz und die neuen Sichtweisen machen neugierig auf mehr. Eine Djinngeschichte verbunden mit Piraten hört man nicht alle Tage: Empfehlenswert!


Rezension, Band 1: Djinnfeuer
Andere Rezensionen zu der Autorin: Winteraugen, Sommerkälte

Freitag, 17. Februar 2017

[Rezension] Isabel Abedi - Tante Lisbeth und die Liebe

Verlag: Loewe
Reihe: Tante Lisbeth, Band 2
Seiten: 80
Kauf: Gebunden - Hörbuch-Download - Audio-CD

Inhalt

Lisbeth, die kleinste Tante der Welt, ist erst vier Jahre alt, aber sie weiß genau, was sie will: keine Schlechtenachtgeschichte zum Einschlafen – sondern eine gute, die mit Liebe anfängt. Und um die Liebe drehen sich auch die anderen Geschichten, die Lisbeths große Nichte Lola im zweiten Band erzählt. Wie aus Tante Lisbeth ein kleiner Onkel, eine junge Braut und schließlich eine stolze Zwillings-Mutter wurde, ist eine davon. Aber was wird aus der Liebe, wenn man sich mit dem kleinen Ehemann verkracht?




Meine Kurzmeinung

Wer die Lola-Bücher kennt, der weiß, dass die Autorin mit viel Liebe altersgerechte Bücher zaubern kann. Als ich jünger war, war Lola eine große Begleiterin und selbst als ich "hinausgewachsen" bin, wurde ich von magischen Kräften zur Kinderbuchabteilung geleitet, sobald ein neues Lola-Buch erschienen ist.
Nun handelt es sich also um Lolas Tante. Eine kleine Tante. Aber nicht auf den Kopf gefallen. Ich war gespannt, wie die Autorin die Perspektive einer vierjährigen umsetzen wird und es war einfach herzhaft zu lesen. Der Mischmasch aus Wissen und Halbwissen, den sie Kinder aneignen ist herrlich. Dinge, die sie falsch verstehen und die in ihrem Kopf trotzdem Sinn machen.
Tante Lisbeth ist schon sehr klug für ihr Alter, aber natürlich lernt sie nie aus. Isabel Abedi schafft einen tollen Mix aus Wissen und Lehre, der verbunden mit einer liebevollen Familie eine perfekte Welt schafft.

Das Buch ist unterteilt in mehrere kleine Geschichten, die allesamt durch tolle Malereien abgerundet werden. Auf jeder Seite findet man diese passend zur Szene.
Zudem hat das Buch mit 80 Seiten eine perfekte Länge. Es klingt nach wenig, doch um zwischendurch mit einem Kind etwas zu lesen, ist es weder zu lang, noch zu kurz.



Samstag, 11. Februar 2017

[Neuerscheinungen] Fantasy im März, Teil 2




// Nadine Roth - Bloody Mary, Du darfst dich nicht verlieben //
// Taschenbuch (12. März) //

Mein Name ist Mary. Bloody Mary. Sie rufen mich, und ich töte sie. Doch dieses Mal nicht. Er hat mich gerufen. Und das hat alles verändert.« Im Jahr 1990 wird die sechzehnjährige Mary Jane Wyler von einem Serienmörder auf grausame Art und Weise umgebracht und findet sich in der Totenwelt wieder. Gefangen hinter Spiegeln, wartet sie darauf, dass jemand nach ihr ruft, um Rache an den Lebenden zu nehmen. Der siebzehnjährige Avian glaubt nicht an diesen Mythos. Um seinem besten Freund zu beweisen, dass alles reine Fiktion ist, ruft er den Rachegeist und sieht sich plötzlich Bloody Mary gegenüber. Aber ist sie tatsächlich so blutrünstig, wie die Legende behauptet? Oder steckt hinter der Furcht einflößenden Gestalt nur ein einsames Mädchen, das sich nach Mitgefühl und Wärme sehnt? Avian versucht, zu Mary Jane Wyler durchzudringen, doch er spielt dabei mit seinem Leben.


Donnerstag, 9. Februar 2017

[Rezension] Tessa Korber - Die Katzen von Montmartre

Verlag: btb
Reihe: /
Seiten: 256
Kauf: Kindle - Taschenbuch

Inhalt 

Sie liegen auf den Steinen des Friedhofs, streunen durch die Straßen von Paris und sonnen sich auf den Treppenstufen, die zu Sacré-Coeur hinaufführen. Die Katzen von Montmartre sind überall und erschnuppern oder erfühlen mit ihren Schnurrhaaren so einiges, was den menschlichen Bewohnern der Stadt nur zu leicht entgeht. Als die Leiche eines jungen Mädchens auf dem Friedhof von Montmartre gefunden wird und zudem noch die Katze Grisette, der Schwarm aller Kater, von einem auf den anderen Tag verschwunden ist, beginnen die Katzen auf eigene Pfote zu ermitteln. Hat der Mord etwas mit dem plötzlichen Verschwinden von Grisette zu tun? Und wie tief müssen die Katzen in die Geschichte des Montmartre hinabsteigen, um dieses Geheimnis zu lüften?


Meine Meinung

Geschichte

Als ich gesehen habe, dass das Buch aus kätzischer Sicht geschrieben wurde, war ich sofort Feuer und Flamme. In dem Genre lese ich eher weniger, doch Katzen begeistern mich ungemein.
Die Geschichte spielt im französischen Montmartre - wie es der Name schon sagt. Dort leben einige Katzen in freier Wildbahn, einige mit ihren Herrchen (Diener *hust*) und einer, der lebt auf dem Friedhof. Das Leben aus Katzensicht erzählt zu bekommen ist immer wieder neu und die Idee nicht oft benutzt.
Auch der Krimi war sehr spannend. Parallel ist etwas in der Katzen- und Menschenwelt im Busch und die Katzen geben alles, um den zurück gebliebenen Menschen zu helfen und ihre Herrchen wieder glücklich zu sehen - ohne dabei ihr eigene Glück zu vergessen.
Allerdings fehlte mir etwas in der Mitte. In normalen Krimis passiert am Anfang der Mord und dann werden verschiedenste Spuren verfolgt, bis am Ende aufgeklärt wird. Doch diese verschiedenen Spuren haben mir gefehlt. Es wurde durch unzählige Sichtweisen gesprungen und die Geschichte kam gut voran und am Ende wurde es dann spannend aufgeklärt, aber eben erst gegen Ende.

Charaktere

In erster Linie haben wir hier die Katzen, und davon nicht zu wenig. Sie bringen Witz und Flair in die Geschichte. Mit der typischen ignoranten Katzenweise - so wie der Mensch sie sich vorstellt - wird man durchs Buch geleitet und hat ordentlich was zu Schmunzeln. Ich könnte mir vorstellen, dass man dafür nicht einmal Katzenliebhaber sein müsste.
Die Menschen waren alle etwas unnahbar. Man hatte zwar die verschiedenen Facetten, doch wirkten sie im Endeffekt alle ein wenig plump. Man hat zudem diese gewisse französische Eigenart herauslesen können, was ein sehr positiver Punkt ist.

Schreibstil & Sichtweise

Geschrieben wurde das Buch aus der Sicht von gut und gerne sieben Katzen und drei Menschen. (Geschätzte Anzahl.) Somit sind die Kapitel recht kurz gehalten und man springt von Viertel zu Viertel im altbackenen Montmartre. Malerisch würde ich den Ort auf jeden Fall auch nennen, denn durch präzise Beschreibungen der Orte, Sehenswürdigkeiten und Straßen fühlt man sich wie vor Ort.
Auch sehr gekonnt war die Inszenierung durch die Perspektivenwechsel. So wurde aus der Sicht der "Katze in Not" immer in der Ich-Perspektive geschrieben, sodass man die Angst und auch Entschlossenheit besser spüren konnte. Andere Sichtweisen waren in auktorialer Weise geschrieben.

Cover & Titel

Auf dem Titel sind man eine Katze unter einer Laterne in einer dunklen Straße sitzen. Sie ist aufrecht, den Blick starr, sie wirkt, als würde sie aufpassen. In ihrem Revier, in der Stadt. Die Katze wird erleuchtet. Sie ist das Licht der Stadt, die in Dunkelheit schwebt.
Auch den Titel dazu finde ich sehr passend, denn nach der Geschichte wirkt dieser auf mich, als wären die Katzen die Wächter der Stadt und ohne diese, würde nichts seinen richtigen Weg nehmen.

Zitat


"Aber ich kenne das Gefühl eine Maus zu töten und ihr hinterher liebevoll das Fell abzulecken. Gefühle sind eine starke Sache. Stärker als Gedanken."
- Seite 15

Fazit

Ein sehr gelungenes Buch in vielerlei Perspektiven. Die Geschichte war packend, witzig, hatte Flair. Der Schreibstil nimmt einen mit an den fernen Ort und die Autorin spielt herrlich mit ihm, um Atmosphäre zu schaffen.
Da mir nur leider im Mittelteil der gewisse kriminale Werdegang fehlte und ich somit ein wenig ins Ende hineingestolpert bin, gebe ich einen Panda weniger.
Jedoch dringend empfehlenswert!


Sonntag, 5. Februar 2017

[Neuerscheinungen] High Fantasy im März, Teil 1




// Bernhard Hennen - Elfenmacht //
// Kindle (20.03) - Broschiert (20.03) //
// Die Elfen(vmtl zwischen"Die Drachenelfen" und "Die Elfen") //

Wer wird künftig über die verwunschene Albenmark herrschen? Sind es die grausamen Drachen oder die raubeinigen Zwerge? Oder die geheimnisvollen Elfen, deren Kräfte bisher im Verborgenen geschlummert haben? Als die beiden Geschwister Emerelle und Meliander sich auf die Suche nach ihrer verschwundenen Mutter machen, der legendären Drachenelfe Nandalee, ahnen sie nicht, dass ihre Reise das Schicksal aller Völker Albenmarks für immer verändern wird. Während Emerelle den Weg des Kampfes wählt, findet ihr stillerer Bruder eine junge, mysteriöse Elfe, die ihn vom ersten Augenblick an fasziniert. Doch es gibt Geheimnisse, an deren Wurzeln man nicht rühren sollte …